Kunst und Täuschung
Episode von Ernst August von Thomas Thalmaier · 15. September 2026 · 29 min
Diese Episode untersucht die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Dreißigjährigen Krieg über verschiedene Epochen und Medien hinweg. Während zeitgenössische Werke von Künstlern wie Jacques Callot und Peter Paul Rubens die unmittelbaren Schrecken, Allegorien des Elends und den Niedergang der Kultur festhielten, deutete die Düsseldorfer Malerschule im 19. Jahrhundert das Thema als nationales Geschichtsbild um. Besonders das Werk „Die Belagerung“ von Carl Friedrich Lessing illustriert, wie historische Motive genutzt wurden, um politische Sehnsüchte nach deutscher Einheit und bürgerlicher Ordnung im Vormärz zu spiegeln. Wir beleuchten zudem die Entwicklung der Historienmalerei, die von romantischen Heldenepen bis hin zu realistischen Darstellungen menschlicher Tragödien reicht. Insgesamt wird deutlich, dass die bildende Kunst nicht nur als Dokumentation von Gewalt diente, sondern stets als Instrument für politische Botschaften und gesellschaftliche Identitätsfindung fungierte.
Weitere Episoden von „Ernst August“
- Opitz, Gryphius, Grimmelshausen 8. September 2026
- Heinrich Schütz 1. September 2026
- Im Gefecht 25. August 2026
- Vom Versuch, aus dem Sattel zu kämpfen 18. August 2026
- 1635. Ein Friedensvertrag öffnet die Tore zur Hölle 15. Mai 2026
- Mord oder Missgeschick? 12. Mai 2026
- Die Locke 8. Mai 2026
- Anna Sophia und ihr rätselhafter Liebhaber 5. Mai 2026
- Krieg als Geschäftsmodell und seine Menschen 22. April 2026
- Rapierklingenspiel 19. April 2026
- Kampf, Intrigen und der kleine Krieg 15. April 2026