Überpünktlich als Kündigungsgrund?
Episode von Einfach Recht - Antworten rund ums Arbeitsrecht! von Sandro Wulf, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Arbeitsrecht und zertifizierter Mediator · 21. Dezember 2025 · 15 min
Podcast: Einfach Recht | Rechtsanwalt Sandro Wulf
Pünktlichkeit gilt als Tugend – doch kann man dafür gekündigt werden?
In dieser Folge geht es um einen aufsehenerregenden Fall:
Einer Logistikmitarbeiterin wurde gekündigt, weil sie regelmäßig zu früh zur Arbeit erschien. Trotz klarer Anweisungen, trotz Abmahnung – und obwohl vor Schichtbeginn keine Arbeitsleistung möglich war.
In dieser Episode erkläre ich,
wann „zu früh da sein“ harmlos ist –
und ab wann es zum Arbeitszeitbetrug wird, der sogar eine fristlose Kündigung rechtfertigen kann.
Warum Pünktlichkeit nicht automatisch vor Kündigung schützt
Wann frühes Erscheinen keine Pflichtverletzung ist
Was nach deutscher Rechtsprechung als Arbeitszeitbetrug gilt
Warum bereits unberechtigtes Ein- oder Ausstempeln ausreichen kann
Welche Rolle Abmahnungen, Weisungen und Wiederholungen spielen
Wie Arbeitgeber die Interessenabwägung und Zukunftsprognose vornehmen müssen
Klare Praxistipps für HR und Arbeitgeber
Arbeitszeitbetrug als schwerer Pflichtverstoß
Verhaltensbedingte Kündigung
Außerordentliche Kündigung nach § 626 BGB
BAG, Urteil vom 13.12.2018 – 2 AZR 370/18
BAG, Urteil vom 26.09.2013 – 2 AZR 682/12
Nicht das „zu früh da sein“ ist das Problem –
sondern das Vortäuschen von Arbeitszeit.
Arbeitszeit ist kein Bonus.
Sie basiert auf Vertrauen – und wer dieses Vertrauen missbraucht, riskiert auch in Deutschland seinen Arbeitsplatz.
Arbeitgeber und Unternehmer
HR-Abteilungen und Führungskräfte
Betriebsräte
Arbeitnehmer mit Gleitzeit- oder Zeiterfassungssystemen
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Dein
Sandro Wulf
Rechtsanwalt | Fachanwalt für Arbeitsrecht | zertifizierter Mediator
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