SaaS ist tot? Warum KI das Modell auf den Kopf stellt

Episode von Digital Matters - Der Podcast von Michael vom Sondern und Robert Yung · 17. Juni 2026 · 15 min

Das SaaS-Versprechen war lange unangefochten: Der Anbieter kennt den besten Prozess, du übernimmst ihn einfach. Doch dieses Modell gerät ins Wanken. Wenn KI die Kosten für individuelle Softwareentwicklung massiv senkt, verlieren SaaS-Anbieter genau das, womit sie sich bisher verteidigt haben: die Prozesshoheit.

Robert und Michi diskutieren, warum Unternehmen im Mittelstand ihre Software-Strategie grundlegend überdenken müssen. Kundenkritische Prozesse, also alles, was Differenzierung schafft, gehören nicht in eine Standardlösung. Wer seinen Kundenkontakt in HubSpot oder Salesforce presst, verschenkt Wettbewerbsvorteile an einen Standardprozess, den der Wettbewerber genauso nutzt.

Gleichzeitig muss die IT neu denken: Weg vom reinen Support-Dienstleister, hin zur internen Produktfunktion. Das bedeutet, Anforderungen nicht nur weiterzureichen, sondern echte Produktverantwortung zu übernehmen: mit Roadmap, Priorisierung und unternehmerischem Urteil.

Dazu kommt das Datenproblem: Wer KI sinnvoll einsetzen will, braucht saubere, einheitliche Stammdaten. Datengovernance ist keine IT-Spielerei, sondern die Grundlage für jede Automatisierung. Und am Ende steht die Erkenntnis: Ein guter interner Produktmanager ist wertvoller als ein ganzes externes Entwicklungsteam.

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