Dürfen sich auch Väter beschweren?

Episode von Die sogenannte Gegenwart von DIE ZEIT · 5. Oktober 2026 · 1 h 23 min

Der »neue Vater«, er war einst ein schillernder Modebegriff. Seit den

Nullerjahren sprach man von ihm: dem feministisch bewegten Mann, der die

ganze Zeit »voll da« sein wollte. Das Kind in der Babytrage umgeschnallt

durch die Windelabteilung von dm laufend, mit Spüliflasche in der Hand

und zersauseltem Haar den Abwasch machend – so prägte er den Zeitgeist.

Und war bei alledem, sowohl von Konservativen als auch von

Feministinnen, starkem Spott ausgesetzt.

Was macht dieser neue Vater eigentlich heute? Wie verhält sich seine

linksliberale Begeisterung fürs Familienleben zur neuen, konservativen

oder postliberal-positiven Idee von Familie, Vaterschaft und

Verantwortung? Und warum zeigt heute sogar der karrierebewusste und

erfolgsorientierte Machertyp seinen Status nicht mehr nur gern mit

teurer Uhr und Segelboot – sondern gibt damit an, dass er – anders als

ein abhängig beschäftigter Lowperformer – frei über seine Zeit mit den

Kindern verfügen kann?

In der aktuellen Folge von »Die sogenannte Gegenwart« sprechen Nina

Pauer und Lars Weisbrod über die »neuen« neuen Väter, die ihnen jetzt

überall begegnen. Sie fragen sich, ob sich die Geschlechter bei der

heutigen Elternschaft einander anpassen, abschaffen oder doch wieder nur

verstärken. Und was all das mit Baby Yoda aus der Star-Wars-Serie »The

Mandalorian« zu tun haben könnte.

Das Thema beginnt bei Minute 17:45.

SHOWNOTES:

Anna Machin: The Life of Dad. The Making of A Modern Father.

Simon&Schuster, 2018.

Star Wars: Baby Yoda Dad

Gewichtsabnahme bei Männern: Vater, Anfang 40, hungrig, Text von Nina

Pauer, 2026

Geschlechterrollen: Wie werde ich meine innere Hausfrau los?, Text von

Nina Pauer, 2024

Karl-Ove Knausgard: Lieben. btb, 2013.

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