Hat das Auswendiglernen ausgedient?

Episode von Deutsch mal anders – Gedankengänge über Sprache, Lernen und Bildung von Daniela Lotzen · 10. Juni 2026 · 24 min

In dieser Folge von „Deutsch mal anders – Gedankengänge über Sprache, Lernen und Bildung“ geht es um eine Praxis, die seit Jahren kritisiert wird und dennoch erstaunlich stabil bleibt: das Auswendiglernen.

Warum hält sich diese Form des Lernens so hartnäckig?

Die Antwort liegt weniger in pädagogischer Überzeugung als häufig in der Logik bestehender Systeme: Reproduktion schafft Vergleichbarkeit, erleichtert Prüfungen und erzeugt messbare Ergebnisse.

Problematisch wird es jedoch dort, wo Wiederholung mit echter Kompetenz verwechselt wird.

Gerade im Sprachunterricht wird diese Differenz besonders sichtbar: Prüfungen werden bestanden, Zertifikate erworben und dennoch entsteht in spontanen Gesprächssituationen häufig erhebliche Unsicherheit.

Was bedeutet das für unser Verständnis von Lernen, Prüfungen und Kompetenz in einer Zeit, in der Wissen jederzeit verfügbar ist?

Genau darüber spreche ich in dieser Folge.

Daniela Lotzen | Sprachbildung neu denken – zwischen Unterrichtspraxis und Systemlogik

Weitere Episoden von „Deutsch mal anders – Gedankengänge über Sprache, Lernen und Bildung“

Alle Episoden von Deutsch mal anders – Gedankengänge über Sprache, Lernen und Bildung · Mehr Bildung-Podcasts