Marcel Lewandowsky (2024): Was Populisten wollen
Episode von buch|essenz von Friedrich-Ebert-Stiftung · 25. November 2024 · 17 min
Erfahrungen von sozialer Ausgrenzung sowie von Abstieg und Statusverlust haben einen großen Einfluss darauf, wie zufrieden Menschen mit der Demokratie sind und wie groß ihr Vertrauen in Politiker und Institutionen ist. Ziel der Politik muss es also sein, in Krisenzeiten ein individuelles und kollektives Gefühl von Sicherheit zu transportieren.
Populisten inszenieren sich als Stimme des Volkes. Trotz ideologischer Unterschiede eint alle populistischen Parteien, Bewegungen und Anführer der Gedanke, dass es so etwas wie das „wahre“ Volk gibt. Rufe wie „Wir sind das Volk“ lassen sich für dieses Denken instrumentalisieren. Zum einen geht es dabei um das Einfordern von Souveränität, also um das, was das Volk will, und zum anderen um Identität, also das, was das Volk ist. Beides, der Wille und die Identität des Volkes, sind im Denken der Populisten miteinander verbunden.
Alle Populisten versprechen, die Souveränität des Volkes (wieder-)herzustellen. Zwar bestehen teils deutliche Unterschiede darin, wie sie dieses Ziel erreichen wollen. Alle Populisten eint jedoch eine geringe Achtung für die Institutionen der liberalen Demokratie.
Weitere Episoden von „buch|essenz“
- Ingrid Robeyns (2026): Limitarismus 28. September 2026
- Joseph Stiglitz (2025): Der Weg zur Freiheit 14. September 2026
- Anne Rabe (2025): Das M-Wort 31. August 2026
- Arlie Russell Hochschild (2025): Geraubter Stolz 27. Juli 2026
- Hanno Sauer (2025): Klasse 21. Juli 2026
- Jonathan White (2024): In the Long Run 21. Juli 2026
- Sophia Fritz (2024): Toxische Weiblichkeit 15. Juni 2026
- Volker Weiß (2025): Das Deutsche Demokratische Reich 1. Juni 2026
- Lisa Herzog (2025): The Democratic Marketplace 29. April 2026
- Carolin Amlinger, Oliver Nachtwey (2025): Zerstörungslust 27. März 2026
- Shila Behjat (2025): Frauen und Revolution 9. März 2026