#10 Karina Schunker, EHL: KI? Ja. Aber nicht um jeden Preis.

Episode von Bricks & Bots von Sebastian Berloffa & Kristof Konstantin · 10. August 2026 · 1 h 11 min

Du spürst den Druck, KI endlich in den Kundenkontakt zu bringen, und rundherum reden alle von Chatbots und Telefonagenten. Was, wenn ein Marktführer genau das komplett vorbereitet hat und trotzdem sagt: noch nicht? Genau über den Spagat

Ein fertiger KI-Telefonagent, der bewusst in der Schublade bleibt: warum?

Karina Schunker führt als Geschäftsführerin die EHL Wohnen GmbH. Im letzten Jahr haben sie 1.680 Wohnungen vermittelt, monatlich laufen rund 3.000 Anfragen ein. EHL will zu den First Movern gehören und probiert KI an vielen Stellen aus, zieht bei manchen aber ganz bewusst die Bremse. Was heißt das konkret, und woran entscheidet sich, ob eine KI überhaupt in den direkten Kundenkontakt darf?

Der Realitätscheck: ihre KI-Aussagen von 2024

Wir haben Karinas Interview von vor zwei Jahren mitgebracht und Satz für Satz gegengehalten. KI-Exposé-Texte, 360-Grad-Rundgänge, Prognosen und Standortanalysen. Was davon ist eingetreten, was war Hype, und wo hat sich die Praxis ganz anders entwickelt als angekündigt?

Hinter jeder Anfrage ein Mensch

Bei einzelnen Mietwohnungen kommen bis zu 50 Anfragen pro Stunde. Trotzdem behauptet Karina, hinter jeder einzelnen stehe noch ein echter Mensch. Wie geht das zusammen, und an welcher Stelle darf die Automatisierung dann doch übernehmen?

Der KI-Telefonagent in der Schublade

Häufige Kundenfragen gesammelt, Telefongespräche mit dem eigenen Podcast-Equipment nachgesprochen, alles der KI zur Verfügung gestellt. Der Agent für die Zeit nach Büroschluss ist fertig, und läuft trotzdem nicht. Ist es besser, mit 70 Prozent live zu gehen als mit null, oder ist genau das der Denkfehler?

Wenn Kunden mit ChatGPT zum Termin kommen

Kaufinteressenten legen vier Seiten KI-generierter Rückfragen auf den Tisch, die KI hat ihnen gesagt, die Immobilie sei zu teuer. Wird die eigene Expertise dadurch entwertet, oder erst recht gebraucht?

Virtuelles Staging und die Grenze zur Täuschung

Gestagte Fotos bringen messbar mehr Anfragen. Ab August greift die Kennzeichnungspflicht. Wo hört das eingerechnete Möbelstück auf, und wo fängt die Täuschung an?

Diese Folge ist spannend für dich, wenn du entscheiden musst, ob und wann KI bei euch in den direkten Kundenkontakt darf.

Feedback und Fragen gern über LinkedIn und Instagram unter Bricks & Bots. Und wenn dir die Folge gefallen hat: verdiente 5 Sterne.

Kapitel

00:00 Intro und Vorstellung

02:53 Mit 27 in die Geschäftsführung

05:59 Wofür EHL steht und wer dahinter steckt

07:38 1.680 Wohnungen, 3.000 Anfragen im Monat

09:13 Automatische Erstantwort oder echter Mensch

13:25 Wo steckt KI bei EHL tatsächlich

14:40 Schatten-KI, Unternehmensaccounts und die KI-Richtlinie

18:22 Rückblick auf Karinas KI-Aussagen von 2024

19:30 Warum KI-Exposé-Texte noch immer nicht reichen

21:19 360-Grad-Rundgänge, Videos und KI-Voice-Over

25:08 Ohne saubere Daten keine brauchbare KI

30:11 Was EHL von den Software-Partnern erwartet

32:50 Makler als Technologieunternehmen

35:23 Professionalisierung, Motivation und Kundenfeedback

40:20 Der Datenschatz im Kundenverhalten

41:07 Wenn Kunden mit ChatGPT vorbereitet zum Termin kommen

46:17 KI gegen KI und warum es keinen Chatbot gibt

48:30 Der KI-Telefonagent, der in der Schublade liegt

52:17 Halluzinationen, Server und die Suche nach dem richtigen Tool

55:19 First Mover sein und virtuelles Staging

57:59 Wann Staging zur Täuschung wird

1:00:04 Regulierung, Kennzeichnung und die offenen Fragen

1:02:53 Kommt der Druck von innen oder vom Kunden

1:04:18 Wie der Markt in zwei Jahren aussieht

1:07:09 Wofür Karina privat KI nutzt

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