Was kommt eigentlich nach Scrum?
Episode von Agile Unfiltered von Marc Löffler · 23. Juni 2026 · 17 min
„Wir arbeiten bald nicht mehr nach Scrum und suchen eine passendere Arbeitsweise." Diesen Satz habe ich in meiner Umfrage mehrfach gelesen. Und jedes Mal gedacht: gute Frage — aber vielleicht die falsche.
In dieser Folge gehe ich Post-Scrum ehrlich auf den Grund. Meine unbequeme Vermutung: Die meisten brauchen gar kein neues Framework. Sie haben das alte nie richtig gemacht.
Worum es geht:
Warum die Flucht zum nächsten Framework so verlockend ist — Zeremoniemüdigkeit, Schein-Agilität, verwässerte Bürokratie als Mainstream
Meine Diät-Analogie: Du kannst von Keto zu Paleo zu Intervallfasten wechseln — am Ende geht's um weniger essen, mehr bewegen. Beim Framework ist es genauso.
Die unbequeme Frage: Habt Ihr Scrum je richtig gemacht — oder war's Cargo-Cult? Termine, Board, Rollen, und der Rest Augenwischerei.
Warum Scrum nie das Problem war: Wir sind das Erkannte nie angegangen. Das ist Change Management — von Kurt Lewin bis John Kotter, alte Fähigkeiten, die wir wieder rausholen müssen.
Die legitimen Nachbarn — Kanban, Flight Levels, Team Topologies, Product Operating Model, Shape Up, unFIX — und warum auch die nichts ändern, wenn Du nicht handelst.
„Alter Wein in neuen Schläuchen": mein Blick ins 10x-Org-Buch.
Was wirklich nach Scrum kommt: kein Tool, sondern eine Haltung — und der Mut, uns endlich wirklich zu verändern.
Mein Fazit: Prinzipien schlagen Methode. Outcome schlägt Output. Weniger Dogma, mehr Wirkung.
Und für alle, die als Scrum Master gerade um ihre Rolle bangen: Es geht nicht darum, zu heulen, dass Scrum nicht zu 100 % umgesetzt wird — sondern darum, Deinen Wert sichtbar zu machen und Dir das Mandat zu holen. Genau dafür habe ich das „Unverzichtbar"-Workbook gebaut: 15 Seiten, 90 Minuten, wie Du Deinen Wert in Führungssprache übersetzt. Link unten.
Links:
Das „Unverzichtbar"-Workbook (39 €): https://www.digistore24.com/product/702505
Schreib mir: marcloeffler.eu · LinkedIn
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