Medizinische Dokumentation neu gedacht | Hendrik Steenfadt, Heidi
Episode von 5 Minus von Dr. Laura Dalhaus · 24. März 2026 · 51 min
Wir haben den Anspruch, dass Digitalisierung und Technik unser Leben leichter machen. Den Ärzt:innen hingegen wird oft vorgeworfen, sie seien digitalisierungs- und technikfeindlich.
Darüber spricht Dr. Laura Dalhaus in der neuen Folge von „5 Minus – Das Gesundheitssystem verfehlt das Klassenziel“ mit Hendrik Steenfadt von der Firma Heidi Health.
Das gesamte Thema der Digitalisierung hat zu einer gewissen Resignation geführt – denn oft funktioniert sie nicht. Das frustriert, denn eigentlich will man die vorhandene Zeit lieber in Patient:innen und Behandlung stecken als in Technik- und Bürokratiefrust.
Heidi will das besser machen.
Laura ist jemand, der wenig dokumentiert (sie gibt auch selbst zu, dass sie nicht besonders gut darin ist), allerdings fällt ihr das auch öfter mal auf die Füße. Sie hat das so in der Klinik damals gelernt. Am schlimmsten findet sie selbst die Reha-Briefe.
Laura hat das Problem gelöst mit Heidi, denn Heidi dokumentiert für die Ärzt:innen. Das Tool hört mit und macht daraus eine medizinische Dokumentation.
Gerade sind wir in einer Transformationsphase, viele Hausärzt:innen sind angewiesen auf die bestehenden Tools, wollen es aber einfacher haben. Das muss Schritt für Schritt passieren.
Für den privaten Gebrauch kennen wir alle ChatGPT und Co, für die Medizin muss das Tool aber korrekter und natürlich auch sicherer sein.
Für Laura gibt es zwei Möglichkeiten, mit den Patient:innen umzugehen: Entweder sie ist voll im Gespräch mit den Patient:innen und dokumentiert danach, oder sie ist am PC und schreibt die Dokumentation während des Gesprächs, was für die Patient:innen natürlich weniger schön ist.
Jetzt kann sie voll zuhören und Heidi protokolliert und nutzt auch noch die richtigen Fachtermini. Das verbessert ganz stark die Patientenkommunikation.
Das Tool wurde von Menschen entwickelt, die genau diese Dokumentation auch genervt hat und die einen Impact schaffen wollten. Ihr Fokus ist die Adoption, es geht darum, dass Mediziner:innen das Tool wirklich nutzen und nicht nur ein neues, chices Tool haben.
Wichtig natürlich: Das Ganze ist DSGVO-konform. Hendrik macht den Witz, dass jedes Handy wahrscheinlich ein größerer Risikofaktor wäre. Das Tool funktioniert auch bei Hausbesuchen und auch ohne gutes Netz. Laura nutzt Heidi gerne auch im Altenheim, weil sie dort weder mit Laptop noch mit Zettel und Stift stehen möchte.
Ein weiterer Punkt, den Laura total super findet: Heidi fungiert zusätzlich als Übersetzer. Da sie oft Patient:innen hat, die keine deutschen Muttersprachler sind, hilft ihr das sehr in der Kommunikation.
Die Verdopplungszeit des medizinischen Wissens lag früher bei 30/35 Jahren. Mittlerweile liegt sie bei anderthalb Monaten – es ist kaum möglich, das aufzuholen. Heidi kann die medizinischen Datenpunkte anders verarbeiten und komprimieren, als wir das als Menschen schaffen.
Informationsfluss und Informationsmanagement ist eine der größten Herausforderungen in einer Zeit, in der wir immer älter werden und gleichzeitig die Medizin immer mehr kann. Die Patientenzahl bei Laura hat sich beispielsweise seit 2019 mehr als verdoppelt.
Heidi hat Schnittstellen zu den PVS-Anbietern, was Laura befürwortet. Für sie ist es wichtiger, ein Tool an der Seite zu haben, das seinen Fokus auf das Kerngeschäft legt, statt das Thema „nebenher“ zu entwickeln. Ist ja auch nicht trivial.
Die Folge wurde produziert mit freundlicher Unterstützung von Heidi Health.
Code von Laura: Laura10
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