2 Mio. Euro Schwund und keiner hat's gemerkt - Ladungsträgermanagement für KMU | Zukunft KMU Podcast
Episode von Zukunft KMU – Der Podcast für digitale Transformation von L-mobile · 18. August 2026 · 44 min
In dieser Podcastfolge sprechen wir mit dem CEO von Loopario (ehemals Logistikbude), über das unterschätzte Thema Ladungsträgermanagement – und warum es KMU jedes Jahr fünf- bis siebenstellige Beträge kosten kann.
Philipp hat am Fraunhofer Institut jahrelang Unternehmen in der Verpackungslogistik beraten und zum Thema Europalette promoviert. Seine Erkenntnis: Es gab schlicht kein dediziertes System, um Ladungsträgerdaten sauber zu erfassen und zu verwalten. Daraus entstand die Idee zu Loopario – einer Standardsoftware, die Transparenz über alle Ladungsträger im Unternehmen schafft und Prozesse wie Kontoabstimmung, Rechnungserzeugung und Bestandsausgleich automatisiert.
📌 Darum geht es in dieser Folge:
1️⃣ Warum Ladungsträgermanagement ein blinder Fleck ist – und was das mit dem Volleyballspiel-Effekt zu tun hat. In vielen Unternehmen fällt das Thema zwischen Einkauf, Wareneingang, Logistik und Produktion durch. Es gibt keine zentrale Kennzahl, die der Geschäftsführung zeigt, wie hoch Schwund und Kapitalbindung wirklich sind.
2️⃣ Was Ladungsträger mit Geld gemeinsam haben. Offene Pools wie Europaletten funktionieren nicht linear wie klassische Logistikprozesse, sondern eher wie Forderungen und Verbindlichkeiten im Finanzwesen. Jede Buchung existiert doppelt – beim Sender und beim Empfänger – und der Abstimmungsprozess frisst bis zu 30 Prozent des Personalaufwands.
3️⃣ Wie ihr eure Ladungsträgerkosten in drei Schritten aufdeckt. Philipp empfiehlt eine einfache Ladungsträgerbilanz: Eingang vs. Ausgang, Vollgut vs. Leergut. Ein Kunde war überzeugt, keinen Schwund zu haben – und entdeckte durch diese Methode einen Verlust von zwei Millionen Euro pro Jahr.
Für wen ist das Thema besonders relevant? Laut Philipp wird es ab etwa 30 bis 40 externen Partnern und 100.000 Ladungsträgerbewegungen pro Jahr spannend. Aber diese Schwelle erreichen viele produzierende Unternehmen schneller, als sie denken.
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