Die Ich-AG: unterschätzt, erfolgreich, abgeschafft

Episode von Wirtschaft bewegt – 100 Jahre DIW Berlin von DIW Berlin · 30. Juni 2025 · 25 min

Die Ich-AG war eines der prominentesten Instrumente der Hartz-Reformen – mit dem Ziel, Arbeitslosen den Weg in die Selbstständigkeit zu erleichtern. Und sie war erfolgreich: Wissenschaftliche Evaluationen zeigten, dass viele Gründer*innen langfristig selbstständig blieben, Einkommen steigerten und sogar neue Jobs schufen. Dennoch wurde das Programm 2006 eingestellt – vor allem wegen Budgetierungsfehler. Im Gespräch mit Prof. Dr. Alexander Kritikos, Vorstandsmitglied des DIW Berlin und Experte für Entrepreneurship, sprechen wir über die Wirkung der Ich-AG, ihr Imageproblem („völlig zu Unrecht zum Unwort des Jahres gekürt“) und die Frage, wie sie heute dem Strukturwandel auf dem Arbeitsmarkt helfen würde.

Kapitelmarken:

00:00:01 Intro

00:01:32 Das Besondere an den Hartz-Reformen

00:04:03 Wie die Hartz-Reformen evaluiert wurden

00:05:55 Das schlechte Image und die Erfolge der Ich-AG

00:07:33 Wer mit Überbrückungsgeld und wer mit der Ich-AG erreicht wurde

00:10:31 Warum die Ich-AG 2006 wieder abgeschafft wurde

00:13:33 Wie die Evaluationen der Hartz-Reformen die evidenzbasierte Politikberatung beeinflusst hat

00:14:36 2011: Aus Pflichtleistung wird Ermessensleistung Gründungszuschuss

00:16:21 Warum die Wiedereinführung der Ich-AG eine gute Idee ist

00:18:55 Für wen der Gründungszuschuss, bzw. die Ich-AG hilfreich wäre

00:19:46 Debatte um Scheinselbstständigkeit

Transkript:

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