Michael Pabst: "Ankommen ist kein Ziel, Bewegung ist der Zustand."
Episode von Why Real Estate? von Oliver Küppers · 25. März 2026 · 1 h 04 min
Michael Pabst ist Makler, Investor und Projektentwickler in Frankfurt, mit einer Biografie, die so nicht im Lehrbuch steht.
Aufgewachsen bei Nürnberg, Mutter alleinerziehend, früh auf der Hauptschule, dann Sprung zur Fachoberschule, kurz Jura eingeschrieben und bei der Einführungsveranstaltung schon wieder raus.
Stattdessen: ein 800-Euro-Lupo, eine Netzwerkparty in Frankfurt und ein Gespräch mit einem indisch-britischen Investor, der ihn mit einem Handschlag nach Frankfurt geholt hat.
Was danach kommt, erfüllt alle Klischees, die wir in der Branche haben: Privatjets, Porsche-Schlüssel, Monaco-Urlaube aber null Gehalt. Michaels Deal war: Zeit gegen Wissen. Dreieinhalb Jahre arbeitete er für diesen Investor, lernte Immobilien von Grund auf und erkannte irgendwann, dass Lifestyle-Angebote kein Ersatz für echte Beteiligung sind.
Er zog die Konsequenz, bewarb sich, ohne genau zu wissen, wofür und landete bei Knight Frank. Für das spektakulärste Wohnprojekt Deutschlands zu der Zeit: das Four Frankfurt.
Heute betreibt Michael Pabst seine eigene Firma in Frankfurt. Zwei Geschäftsfelder: Maklerei mit Fokus auf Hochhaus-Eigentumswohnungen in Frankfurt und eigene Projektentwicklung.
Er wohnte selbst im OMNITURM, kennt die Türme der Stadt von innen wie kaum ein anderer, und hat eine klare Haltung: Wer Tower-Lifestyle verkaufen will, muss ihn selbst gelebt haben.
Michael ist außerdem jemand, der regelmäßig ins Extremste geht und das ganz bewusst. Ob allein acht Tage im kanadischen Urwald ohne Essen, oder Survival-Trips mit jungen Unternehmern in Polen und Thailand: Er braucht diese Auszeiten, um sich zu erden. Handy weg. Feuer machen. Nachdenken. Die Entscheidung, sich selbstständig zu machen, fiel im Wald.
Wir sprechen über seinen ungewöhnlichen Weg, über den Tower-Lifestyle in Frankfurt, über Verantwortung beim Bauen, über die Frage, warum unsere Städte ihre Identität verlieren und über das, was passiert, wenn man aufhört, auf andere zu hören.
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