Warum Brands beim Creator Marketing zwischen Kontrolle und Performance wählen müssen | Niklas Schwake
Episode von What's Next, Agencies? von Kim Notz · 7. September 2026 · 48 min
Thema: Warum Brands beim Creator Marketing zwischen Kontrolle und Performance wählen müssen
„Wenn du wirklich auf Performance gehen willst, dann musst du den Creatorn kreative Freiheit geben.“
In der neuen Episode von „WhatsNextAgencies“ spricht Kim Notz mit Niklas Schwake, Co-CEO von Metapic, darüber, warum Marken im Creator Marketing immer wieder zwischen Kontrolle und Performance abwägen müssen – und weshalb mehr kreative Freiheit häufig die besseren Ergebnisse liefert.
Niklas bringt dabei eine konsequent datengetriebene Perspektive mit. Metapic kommt ursprünglich aus dem Affiliate-Geschäft und hat sich über mehrere Umwege von einer Fitness-App zur Full-Funnel-Creator-Commerce-Plattform entwickelt. Heute zeigt sich für ihn: Wer Creator zu stark über Brand Guidelines, Posting-Zeitpunkte oder konkrete Inhalte steuert, schränkt genau das ein, was ihre Stärke ausmacht – das Wissen darüber, was in der eigenen Community funktioniert. Gleichzeitig kann Performance allein nicht der Maßstab sein. Ohne Markenaufbau und Storytelling wird Abverkauf auf Dauer teuer, weshalb Brand und Performance für Niklas immer stärker zusammengedacht werden müssen.
Eine wichtige Rolle spielen dabei Daten und KI. Metapic analysiert die Performance von Millionen Content Pieces und kann daraus ableiten, welche Creator, Produkte oder Inhalte mit hoher Wahrscheinlichkeit funktionieren. Doch auch Daten können Erfolg nicht vollständig vorhersagen. Algorithmen verändern sich, Communities reagieren unterschiedlich und selbst ein Top-Performer kann bei einer anderen Marke plötzlich nicht funktionieren. Creator Commerce braucht deshalb vor allem Zeit zum Testen, Lernen und Iterieren.
Im Gespräch geht es außerdem um die Zukunft von Agenturen und Talenten. Niklas ist überzeugt, dass reine Vermittlung und intransparente Fixpreis-Modelle zunehmend unter Druck geraten. Chancen sieht er dagegen dort, wo Agenturen Creator langfristig aufbauen und dabei unterstützen, sich von Reichweitenlieferanten zu Medienunternehmern mit eigenen Produkten und Formaten weiterzuentwickeln.
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