Fragilität grammatikographischer Gelehrtennetzwerke (Halle, November 2023)
Episode von Vorträge zur Linguistik und Sprachgeschichte des Deutschen von Alexander Lasch · 24. November 2023 · 22 min
»Comme Vous continuez toujours à Vous occuper de ces mêmes objets, je suis convaincu que nous pouvons encore nous attendre à voir paroître des travaux qui avanceront essentiellement la connoissance des langues sauvages de l’Amérique septentrionale, & j’attends sur tout avec impatience la grammaire de Zeisberger«, schreibt Wilhelm von Humboldt (1767-1835) am 9. April 1823 an Peter Stephen Duponceau (1760-1844). Er sei überzeugt, so Humboldt, dass man noch weitere Studien zu den 'wilden Sprachen' Nordamerikas auffinden werde, und mit besonderer Ungeduld erwarte er die Grammatik von Zeisberger. An diesem besonderen Beispiel illustriere ich im Vortrag die Fragilität grammatikographischer Gelehrtennetzwerke.
Titel des Vortrags: Alexander Lasch. “giebt es in Deutschland noch lebende Personen, welche Missionarien in Amerika gewesen sind? u. wie heißen sie? und wo halten sie sich auf? Über die Fragilität grammatikographischer Gelehrtennetzwerke am Anfang des 19. Jh.” Vortrag im Rahmen der internationalen Tagung “Hallescher und Herrnhuter Pietismus: Konflikte – Strategien – Praktiken”, Halle, 22. bis 25. November 2023.
Präsentation: Alexander Lasch. 2023. „giebt es in Deutschland noch lebende Personen, welche Missionarien in Amerika gewesen sind? u. wie heißen sie? und wo halten sie sich auf?“ Über die Fragilität grammatikographischer Gelehrtennetzwerke am Anfang des 19. Jh. Zenodo. DOI: https://zenodo.org/doi/10.5281/zenodo.10171315.
Zitierter Brief: Wilhelm von Humboldt an Peter Stephen Duponceau, 09.04.1823. In: Wilhelm von Humboldt: Online-Edition der Sprachwissenschaftlichen Korrespondenz. Berlin. Version vom 18.10.2021. URL: https://wvh-briefe.bbaw.de/518.
Weitere Informationen: Moravian Knowledge Network.
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