„Lieber von sozialistischer Arbeit gezeichnet, als von Sitte gemalt“
Episode von Vorsicht Kunst! von Berliner Zeitung · 26. Februar 2021 · 45 min
Seine prallen figürlichen Menschenbilder sind weltberühmt: Willi Sitte, der „sozialistische Rubens“ war DER realistische Maler der DDR. In sein Atelier durfte man nur mit Filzpantoffeln. Sitte war Teil einer Generation, der nach dem Krieg von einem neuen, besseren Deutschland träumte. Er glaubte an den Sozialismus, an die Arbeiterklasse, daran, dass die Kunst der politischen Idee dienen sollte – und musste nach der Wende dafür büßen. Sitte war der Menschendarsteller, sein Meisterschüler Norbert Wagenbrett der „Menschensucher“: Wagenbrett versucht, mit seinen Menschenbildern die Gesellschaft zu erklären, sagt er im Gespräch mit Inge und Sylvie. Und sie sprechen mit Michael Finger von der inzwischen insolventen Willi-Sitte-Stiftung, ob Sittes Werk noch zu retten ist.
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