Folge 7: „Es wird nie mehr ein Tag so sein, wie der davor"
Episode von überLeben - der Podcast über Tod und Trauer von Nina Borowski · 4. September 2026 · 48 min
Neue Bestattungsformen fördern den Wandel in der Bestattungs- und auch Gedenkkultur. Mehr Raum für individuelle Wünsche bedeutet für Stephan Oppermann, Benediktinermönch im Kloster Maria Laach, auch ein Auseinandersetzen mit den Themen Tod und Trauer. Im Podcast „überLeben - einer Gesprächsreihe über Tod und Trauer“ spricht der 44-Jährige mit Host Nina Borowski über diese Themen.
Mit dem Eintritt in die Glaubensgemeinschaft in Maria Laach 2007 wurde aus Stephan Oppermann „Bruder Stephan“. Der gelernte Florist entschied sich bewusst für ein Leben im Kloster und schätzt diesen Ort bis heute für seine Vielfältigkeit und an vielen Stellen auch für seine Ruhe. Stephan Oppermann ist ein Mensch mit vielen verschiedenen Facetten. Mit seinem Eintritt ins Kloster beginnt er ein Kunststudium. Er widmet sich der Malerei, der Bildhauerei und auch der Keramik. Einige Jahre ist er Leiter der Keramikwerkstatt in Maria Laach. Dort werden unter anderem auch Urnen gefertigt. Zudem ist Bruder Stephan Trauerbegleiter und arbeitet heute als Quereinsteiger bei einem Bestattungsunternehmen in Koblenz.
Mit Blick auf die neuen Wahlmöglichkeiten sagt er: „Was ich sehr, sehr schätze, dass ich, wenn ich eine der neuen Bestattungsformen wähle, ich in den Dialog gehen muss. Ich muss jemanden finden und mit jemandem sprechen, der meine Totenfürsorge wahrnimmt. Das klingt sehr komisch, eine Totenfürsorge. Wem übertrage ich die Sorge für meinen Leichnam? Also, ich muss mich wirklich ganz ernsthaft damit auseinandersetzen.“ Dieses Auseinandersetzen ist Oppermann sehr wichtig. Denn für ihn gehören die Themen Tod und Trauer wieder mehr in die Mitte der Gesellschaft. Gerade in der Trauer sieht der 44-Jährige soziale Kontakte als etwas sehr Wertvolles und Wichtiges an. Ein Friedhof könne ein wichtiger Begegnungsort sein: „Der Kampf um die Gießkanne kann auch Sozialkontakt sein, der sehr wichtig ist“, sagt Oppermann. Das ganze Gespräch gibt es ab sofort im Podcast - Jetzt reinhören!
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