Die Kofferbabys

Episode von True Crime Hannover von Neue Presse · 7. Oktober 2021 · 36 min

Was Laura S. getan hatte, scheint unbegreiflich. Die Auszubildende steckte ihr Neugeborenes am 26. September 2016 in einen Koffer, der zwischen Gerümpel in einer Abstellkammer lag. Sie versorgte das Kind nur insoweit, dass es nicht mit Schreien den Kindsvater alarmieren konnte. Anfang März 2017 wurde sie im Landgericht Hannover zu sechs Jahren Haft verurteilt. Das Gericht sah einen direkten Tötungsvorsatz, sie wurde wegen versuchten Totschlags verurteilt. Im Prozess erklärte die junge Frau, dass sie das Baby nicht töten wollte. Aber selbst als ihr Freund das Kind am 29. September 2016 gefunden hatte, schrieb sie ihm: „Ist nicht mein Kind." Warum die Angeklagte, keinen anderen Weg gefunden hatte, als das Baby unter Gerümpel zu begraben, blieb unklar. Das Neugeborene lag auf dem Skelett eines im Januar 2015 geborenen Kindes, die erste heimliche Geburt der Angeklagten. Der Kindsvater hielt auch während des Prozesses zu seiner Freundin. Details seiner Aussage hatten sich aber strafverschärfend auf seine Freundin ausgewirkt.

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