Ralph Tharayil and Meloe Gennai über Sprache, Text und Sprechen im Leben und im Theater
Episode von Theater Echo - Wir sehen Schwarz von Mable Preach, Miriam Ibrahim · 2. August 2026 · 54 min
Inhalt:
Was geschieht, wenn Sprache mehr als nur Kommunikation ist – wenn sie zu Erinnerung, Übersetzung, Gewalt, Widerstand und Heimat wird? In dieser Folge bewegen sich der Schriftsteller Ralph Tharayil und Lyriker*in Meloe Gennai zwischen Englisch und Deutsch und reflektieren über Sprache als Kultur, Performance und Macht. Gemeinsam erkunden sie das Schreiben, dramatische Texte, gesprochene Sprache, das Schweigen sowie die Unmöglichkeit – und Notwendigkeit – der Übersetzung. Sie fragen: Warum schreiben? Warum und wie für das Theater schreiben? Warum überhaupt Theater? Wer definiert Meisterschaft? Was bleibt von der Realität, sobald die Sprache gesprochen hat? Ein Gespräch über mehrsprachige Lebensentwürfe, asynchrones Denken, literarische Praxis und die Schönheit, nicht immer bei einer einzigen Antwort anzukommen.
Mit:
Meloe Gennai ist Dichter. Durch Zufall und getrieben von einer ungesunden Bewunderung für einen abwesenden Deutschlehrer beschloss er, obwohl er aus Genf stammt, Germanistik zu studieren. Anschließend wandte er sich dem Rechtstudium zu und studierte später Diplomatie. Er bemüht sich bis heute, dies in die Praxis umzusetzen, insbesondere als Mitglied von x collective x, einem Verein, der queere, trans- und/oder behinderte of African Descent und Native Autor*innen zusammenbringt und veröffentlicht.
Ralph Tharayil, geboren in der Schweiz als Sohn südindischer Eltern, studierte Geschichte, Medien- und Literaturwissenschaft in Basel. Er arbeitet interdisziplinär mit Text. 2023 erschien sein von der Kritik gelobter und mehrfach ausgzeichneter Debütroman Nimm die Alpen weg, der 2024 an den Bühnen Bern uraufgeführt wurde. 2027 erscheint das Buch unter dem Titel Roll Back the Mountains in der Übersetzung von Jon Cho-Polizzi bei Seagull Books. Mit Ivna Žic und Henri Michel Yéré kuratiert er seit 2024 am Literaturhaus Basel die kritische Gesprächsreihe Second Thoughts. Gemeinsam mit dem Soziologen Ido Nahari forscht er zum Begriff des Unheimlichen/unsettling aus einer antikolonialen Perspektive. Als Teil des von Pro Helvetia geförderten Co-Creation Grants forscht er mit dem Autor und Kurator Indranjan Banerjee zur Verkörperung von Grenzen in den Alpen und im Himalaya. Ralph ist Teil des post-deutschen Künstler*innenkollektivs parallelgesellschaft, er lebt in Berlin.
Grafikdesign: @wingtschong
Präsentiert von: @salonebony_blacktheaternetwork @formationnow
Kuration: M&M (Miriam Ibrahim & Mable Preach)
Dieser Podcast wird gefördert von der Behörde für Kultur Hansestadt Hamburg
Dieses Projekt ist gefördert von der Behörde für Kultur und Medien Hansestadt Hamburg
Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
Weitere Episoden von „Theater Echo - Wir sehen Schwarz “
- Weiße Witwe – ein kritischer Blick aus drei Perspektiven 8. September 2026
- IT´S NOT WHAT YOU THINK, ALLOW ME TO CLARIFY 2. September 2026
- Einblicke in die ersten Schritte von Quang Nguyễn-Xuân 2. September 2026
- Theater und Leadership als POC in Deutschland 19. August 2026
- The Afterparty of “Kassandra: coming of age at the end of the world” 28. Juli 2026
- Staying Strong As A Black Director In White Theaters 28. Juli 2026
- BLACK OPERA 14. Juli 2026
- Cringe, Horror, Hoffnung: Ein Deep Dive mit Lamin Leroy Gibba 11. Mai 2026
- Black Hair Politics Pt. 2 27. November 2025
- Black Hair Politcs Pt. 1 27. November 2025
- Ntando Cele - Wasted Land 17. Oktober 2025
- Joana Tischkau - ''Ich nehm dir alles weg'' 2. September 2025
Alle Episoden von Theater Echo - Wir sehen Schwarz · Mehr Kultur-Podcasts