„Fast permanent nah am Wahnsinn“ Yoel Gamzou über Carmen an der Staatsoper Hamburg

Episode von Staatsoper Hamburg Podcasts von Staatsoper Hamburg · 22. September 2022 · 11 min

Es ist das fünfte mal, dass Yoel Gamzou „Carmen“ dirigiert. Für Herbert Fritschs Neuinszenierung an der Staatsoper Hamburg hat er eine komplett leere Partitur gekauft und fing bei Null an, um herauszufinden, was die berühmte Oper wirklich erzählt. Das Ergebnis ist ein extremes Dirigat mit Tempi-Wechseln, die weiter gehen, als es das Publikum sie bisher kannte. „Hard-Cuts“ wie beim Film, nennt Gamzou diese Brüche, die die Handlung nicht nur begleiten, sondern vorantreiben. Dabei entstehe eine Intensität, die niemals nachlässt, sondern so weit geht, dass sie einen Zentimeter vor der Grenze stoppt, an der es affektiert wirkt. Die Suche nach der Gratwanderung.

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