Soirée Spritz 42 – Buchbesprechung: „Die Tiefe Rechte“ - ohne Tiefgang zwischen Metaphysik und Wunschdenken

Episode von Soirée Spritz von Martin Frühwitz und Florian Altklug · 13. September 2026 · 1 h 29 min

Zum Wohl, liebe Soirée-Freunde!

In der 42. Folge von Soirée Spritz nehmen Martin Frühwitz und Florian Altklug Christian Illners Essay „Die Tiefe Rechte“ unter die Lupe – und schenken dabei einen ziemlich kritischen Spritz ein.

Illner will die Rechte neu begründen: weg vom reinen Gegen-Sein, hin zu einem „Einsprung ins Wir“, zur Gefährtenschaft und zu einer Dreiteilung in flache, mittlere und tiefe Rechte. Klingt auf dem Papier elegant, heideggerisch und tiefsinnig. Doch je länger man liest, desto deutlicher wird: Hier wird vor allem Metaphysik und Ideal entworfen – eine Art rechte Utopie, die weit von greifbarer Praxis entfernt bleibt.

Die beiden Hosts fragen ungeschminkt: Wie viel von diesem „unhintergehbaren Wir“ und der versöhnenden Tiefe ist tatsächlich alltagstauglich? Und wie viel bleibt philosophische Konstruktion, die in der realen Bewegung eher als schöne Theorie denn als belastbare Orientierung taugt? Zwischen Zustimmung für den Versuch, die Rechte aus der reinen Abwehrhaltung zu lösen, und klarer Skepsis gegenüber dem utopischen Überschuss wird das Buch als anspruchsvolles, aber praxisfernes Gedankengebäude diskutiert.

Erwartet eine ehrliche, pointierte Buchbesprechung – mit dem typischen Soirée-Spritz-Mix aus Interesse, Ironie und kritischer Distanz.

Macht es euch gemütlich. Es wird tief … und stellenweise ziemlich dünn.

Hört rein!

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