Folge 21 - Im Gespräch mit Sebastian Schnelle über sein Buch "Gemeinsam gegen die moderne Welt"

Episode von Skeptitalk von Michael Scholz · 24. August 2026 · 1 h 03 min

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Was haben die Neue Rechte, religiöser Fundamentalismus und Islamismus miteinander gemeinsam? In dieser Folge des Skepti-Talks spreche ich mit dem Philosophen Sebastian Schnelle über sein neues Buch Gemeinsam gegen die moderne Welt. Seine zentrale These: Hinter scheinbar gegensätzlichen Bewegungen verbirgt sich eine erstaunlich ähnliche Ablehnung der Moderne – von Aufklärung und Wissenschaft über gesellschaftlichen Pluralismus bis hin zur offenen Gesellschaft.

Wir sprechen darüber, warum der Verlust vermeintlich fester Wahrheiten und Ordnungen antimoderne Sehnsüchte befördert und verfolgen deren ideengeschichtliche Wurzeln von Helena Blavatsky, Rudolf Steiner und René Guénon über Julius Evola und die Konservative Revolution bis zur heutigen Neuen Rechten. Parallel dazu geht es um die Entstehung des modernen Islamismus bei Hassan al-Banna und Sayyid Qutb sowie um die überraschenden Gemeinsamkeiten beider Denktraditionen: Niedergangserzählungen, Kulturpessimismus, restriktive Sexualmoral und die Sehnsucht nach einer vermeintlich ursprünglichen Ordnung.

Zum Schluss diskutieren wir Karl Poppers Idee der offenen Gesellschaft und die Frage, wie eine liberale Demokratie ihre Gegner abwehren kann, ohne selbst illiberal zu werden. Sebastian Schnelles Fazit fällt trotz aller Gefahren vorsichtig optimistisch aus: Demokratie braucht Engagement, eine starke Zivilgesellschaft – und manchmal auch etwas mehr Gelassenheit.

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