Konfetti: Bunter Spaß oder Umweltverschmutzung?
Episode von Schwabenreporter von DONAU 3 FM · 28. Januar 2025 · 2 min
Bunt und fröhlich oder eine Umweltsünde? Konfetti ist für viele ein fester Bestandteil der Fasnet. Doch in der Region rund um Ulm sorgt es auch für Diskussionen.
In Öpfingen zum Beispiel verzichtet die Narrenzunft seit ihrer Gründung konsequent darauf. Hier stehen Nachhaltigkeit und der Aufwand für die Reinigung im Vordergrund. Konfetti landet oft in der Kanalisation oder bleibt als Müll auf den Straßen zurück – ein Szenario, das man dort vermeiden möchte. Dabei geht’s vor Allem um die Beschichtung, um chemische Farben. Und manchmal ist Konfetti auch aus Plastik oder Folien.
Tradition und Umweltbewusstsein
Ganz anders sieht es in Ehingen aus, wo Konfetti fest zur Fasnet-Tradition gehört. Die Muckenspritzer tragen symbolisch einen ganzen Eimer mit Konfetti. Ehingen setzt aber auf biologisch abbaubare Papierschnipsel mit natürlichen Farben.
In Ulm wird es beim großen alemannischen Ringtreffen im Februar ebenfalls bunt werden. Obwohl die Gastgeberzunft selbst ein Konfettiverbot hat, rechnen die Veranstalter mit zentnerweise Konfetti, das von anderen Zünften und Besuchern mitgebracht wird. Hier geht's vor Allem um die Reinigung, die sich immer sehr aufwendig gestaltet – vor allem, wenn das Konfetti nass oder gefroren in den Pflastersteinen hängen bleibt.
Wann ist Konfetti umweltschädigend?
Konfetti ist dann umweltschädigend, wenn es aus Materialien besteht, die nicht biologisch abbaubar sind, wie etwa Plastik oder Folien. Und bei chemisch gefärbtem Konfetti können Schadstoffe aus Farbstoffen oder Beschichtungen in die Umwelt gelangen. Plastik-Konfetti zersetzt sich nicht natürlich und verbleibt für Jahrzehnte in der Umwelt. Beim Zerfall wird es in immer kleinere Teile zerrieben, die als Mikroplastik in Böden, Gewässern und letztlich in der Nahrungskette landen.
Ein umweltfreundlicher Ersatz ist ein biologisch abbaubares Konfetti mit natürlichen Farben und Schnipseln aus Papier, Stärke oder sogar getrockneten Blättern. So ein "natürliches" Konfetti kann sich in der Natur zersetzen, ohne schädliche Rückstände zu hinterlassen. Der Aufwand bei der Straßenreinigung bleibt dann aber trotzdem hoch.
Weitere Episoden von „Schwabenreporter“
- OB-Wahl 2026 in Ehingen: Tobias Huber im Interview 8. Oktober 2026
- Filmtage Oberschwaben 2026: Die Region kommt ganz groß ins Kino! 8. Oktober 2026
- Hollywood an der Donau? So entstand das erste Internationale Filmfestival UIm! 2. Oktober 2026
- OB-Wahl 2026 in Ehingen: Christoph Lang im Interview 30. September 2026
- Adele Neuhauser, Maria Furtwängler und ein großer Abschied: Das sind die Biberacher Filmfestspiele 2026 24. September 2026
- OB-Wahl 2026 in Ehingen: Martin Krämer im Interview 23. September 2026
- Looksmaxxing - Das Interview mit Experte Christopher David 24. Juli 2026
- Zeichnen, Lesen, Staunen: Erste Ulmer Comic-Woche kommt! 30. Januar 2026
- Außergewöhnliche Neo-Klassik im Stadthaus Ulm: Robert Gromotka & Jonas Hain auf Tour 2026 11. Dezember 2025
- B30-Chaos bei Hochdorf: Ist der wirtschaftliche Schaden dem Verkehrsministerium egal? 2. Dezember 2025
- Darm gut, alles gut: Ernährungsberaterin Isabel Hauser über Darmgesundheit 17. Oktober 2025
- Saskia Ochner mit Waltraut aus Unterweiler über Alkoholsucht 15. Oktober 2025
- Routine & Mindset: Gesund denken, glücklicher leben! 15. Oktober 2025
- Passt auf eure Seele auf! Interview mit Natalie Maier zum Thema seelische Gesundheit 10. Oktober 2025
- Endometriose - das Chamäleon der Gynäkologie - Interview mit Oberarzt Dr. Dayan vom Uniklinikum Ulm 30. September 2025
Alle Episoden von Schwabenreporter · Mehr Nachrichten-Podcasts