Folge 17 - Aus Wunden werden Wege.
Episode von Rhein gehört von Dr. Daniel Phiesel & Hendrikje Krancke · 2. September 2026 · 30 min
Warum engagiert sich ein ehemaliger Bürgermeister nach seiner Amtszeit weiterhin mit großem Einsatz für seine Stadt? Und weshalb führt ihn dieses Engagement regelmäßig nach Verdun, an einen der bedeutendsten Erinnerungsorte des Ersten Weltkriegs?
In dieser Folge von „Rhein gehört“ ist der ehemalige Bürgermeister und Ehrenbürger der Stadt Rheinbach, Stefan Raetz, zu Gast. Im Gespräch berichtet er von seiner langjährigen Tätigkeit als Bürgermeister, den prägenden Begegnungen mit Menschen sowie den Erfahrungen aus Krisenzeiten wie der Corona-Pandemie, der Flutkatastrophe und der Aufnahme geflüchteter Menschen. Dabei wird deutlich, welche Bedeutung Zusammenhalt und ehrenamtliches Engagement für eine Stadtgesellschaft haben.
Ein weiterer Schwerpunkt der Folge ist die Partnerschaft des Friedens zwischen Rheinbach sowie den französischen Gemeinden Douaumont-Vaux. Anders als klassische Städtepartnerschaften basiert sie nicht auf wirtschaftlichem oder touristischem Austausch, sondern auf der gemeinsamen Erinnerung an Krieg und Frieden. Ziel ist es, insbesondere jungen Menschen die Folgen des Ersten Weltkriegs an historischen Orten wie Verdun nahezubringen und dadurch das Bewusstsein für Frieden, Demokratie und Völkerverständigung zu stärken.
Stefan Raetz erläutert, wie Reisen zu den ehemaligen Schlachtfeldern und Kriegsgräberstätten dazu beitragen können, Geschichte erfahrbar zu machen. Gleichzeitig beschreibt er, warum Begegnungen zwischen Menschen aus verschiedenen Ländern und Generationen ein wichtiger Baustein für gegenseitiges Verständnis und ein friedliches Miteinander sind.
Die Folge zeigt, wie Erinnerungskultur und ehrenamtliches Engagement zusammenwirken können, um Brücken zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu schlagen.
In dieser Folge erfahren Sie:
✅ warum Stefan Raetz sich nach seiner Amtszeit weiterhin vielfältig ehrenamtlich engagiert.
✅ welche Erfahrungen ihn als Bürgermeister besonders geprägt haben.
✅ weshalb Verdun für die Erinnerungskultur eine besondere Bedeutung hat.
✅ wie die Partnerschaft des Friedens zwischen Rheinbach und Douaumont-Vaux entstanden ist.
✅ warum diese Partnerschaft keine klassische Städtepartnerschaft ist.
✅ welche Rolle Schülerinnen und Schüler bei der Erinnerungsarbeit spielen.
✅ weshalb Begegnungen an historischen Orten nachhaltige Eindrücke hinterlassen können.
✅ wie Ehrenamt den Zusammenhalt einer Stadt stärken kann.
✅ welche Bedeutung deutsch-französische Verständigung heute hat.
✅ wie aus der Erinnerung an Krieg Impulse für Frieden und Zusammenarbeit entstehen können.
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