Schamanen und Schachspieler
Episode von Radio Folkwang von Museum Folkwang · 15. Februar 2021 · 1 h 11 min
„Ich kann mir nicht jeden Tag ein Ohr abschneiden“, stellte Martin Kippenberger in den Neunzigerjahren fest, und nahm damit den Mythos vom Künstler als tragische Gestalt aufs Korn, der spätestens seit van Gogh die populäre Vorstellung vom Künstlerdasein prägt. Die Kunstgeschichte kennt zahlreiche Anekdoten von Künstler*innen, die sich als Popstar oder Politiker, einsamer Denker oder öffentliche Diva inszenierten. Wir schauen uns an, welche Strategien Künstler*innen anwenden, um mit diesen Rollenerwartungen umzugehen, und wie sich ihr Selbstverständnis in ihren Arbeiten abbildet. Was ist dran am Künstler als Genie und als unverstandenem Außenseiter? Wie werden Künstler*innen, die diesen Mythos unterlaufen, selbst wieder zu Kultfiguren?
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