KuDiNa³-Interview 2: Kontext Kunst und Wissensproduktion: Das Digitale dekolonialisieren
Episode von Podcasts der Kulturpolitischen Gesellschaft von Kupoge · 11. März 2026 · 1 h 10 min
Im zweiten KuDiNa³-Interview »Kontext Kunst und Wissensproduktion: Das Digitale dekolonialisieren« gehen Jens Heitjohann (Künstler, Regisseur, Kurator und künstlerischer Leiter des Theaters im Depot) und Fabian Raith (Regisseur, Kurator, Hörspielautor) von den Erfahrungen des Festivals »Beyond gravity. Decolonizing the digital« aus, das im Oktober 25 in Dortmund stattgefunden hat. Sie sind dabei im Gespräch mit den Moderator*innen Dr. Hilke Marit Berger (Kulturwissenschaftlerin) und Dr. Uta Atzpodien (Kulturpolitische Gesellschaft). Das biennale und interdisziplinäre Festival für Digitale Künste, Tanz und Performance wurde in Kooperation zwischen dem Theater im Depot, der Akademie für Theater und Digitalität sowie dem Kulturforum Witten veranstaltet und befasste sich in dieser zweiten Ausgabe mit der Verschränkung von digitaler Technologie, globalen Machtverhältnissen und künstlerischer Praxis. »Beyond gravity« war u.a. inspiriert von der Professorin Angie Abdilla, die den Umgang mit Automatisierung und KI aus indigener Perspektive erforscht und das Buch »Decolonizing the digital« veröffentlicht hat.
Folgende Fragen haben das Gespräch geprägt und zu Schlussfolgerungen geführt:
Welches Provokationspotenzial in unserer von Hierarchien geprägten Welt vermittelt der Titel? Wie können im Kontext von Kunst und Wissensproduktion Leerstellen und blinde Flecken aufgedeckt werden? Was braucht es, um im Miteinander von Europa und dem globalen Süden über gemeinsame Zukünfte in andere Beziehungsmodelle zu kommen? Welche Möglichkeiten im Umgang mit Technologien und der Komplexität ergeben sich aus alternativen Wissensformen und Praktiken, aus offenen Räumen und der Spekulation als (künstlerischer) Technik? Mit Blick in die nahe und ferne Zukunft: Wie sehen Dystopie und Utopie für das Zusammenspiel von Kultur, Digitalität und Nachhaltigkeit aus?
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