082: Hundebegegnungen in der Pubertät
Episode von Pfoten Academy Podcast von Sabrina Bamba | Pfoten Academy · 23. Oktober 2026 · 14 min
Drei Hunde kommen entgegen und plötzlich ist bei Bruce alles vergessen: Er fiept, bellt, springt in die Leine und ist kaum noch ansprechbar.
Mit seinen 7 Monaten steckt Bruce inzwischen mitten in der Pubertät – und andere Hunde sind für ihn aktuell ein ziemlich großer Reiz. Doch was macht man in solchen Situationen? Jeden Tag gezielt Hundebegegnungen trainieren oder ihnen für eine gewisse Zeit lieber aus dem Weg gehen?
Genau darüber sprechen wir in dieser Podcast-Episode.
❌ warum jede weitere Eskalation an der Leine auch eine neue Lernerfahrung für deinen Hund sein kann
❌ weshalb es nicht immer sinnvoll ist, schwierige Situationen einfach immer wieder zu wiederholen
❌ warum du während der Pubertät nicht jedes Trainingsziel gleichzeitig verfolgen musst
✅ wann gezieltes Training bei Hundebegegnungen sinnvoll sein kann
✅ warum Management und zeitweise Vermeidung ebenfalls ein sinnvoller Weg sein können
✅ woran du erkennst, ob dein Hund in einer Situation überhaupt noch ansprechbar ist
✅ weshalb du auch deine eigenen Möglichkeiten als Hundehalter realistisch einschätzen solltest
💡 Manchmal ist nicht mehr Training die beste Lösung.
Wenn dein Hund bei jeder Begegnung mit anderen Hunden völlig hochfährt, fiept, bellt und kaum noch erreichbar ist, kann sich genau dieses Verhalten mit jeder Wiederholung weiter festigen. Andere Hunde werden dann immer stärker mit hoher Energie, Aufregung und Stress verknüpft.
Dann kann es sinnvoll sein, schwierige Begegnungen für eine gewisse Zeit bewusst zu managen und deinem Hund während einer besonders intensiven Phase seiner Pubertät nicht noch mehr abzuverlangen. Das bedeutet aber nicht, anderen Hunden für immer aus dem Weg zu gehen.
In dieser Folge sprechen wir auch darüber, warum derselbe Gedanke beim Training mit Pferden gelten kann und weshalb die Pubertät manchmal einfach „back to the roots“ bedeutet: Alltagsregeln, Leinenführung, Rückruf, Orientierung und vor allem Ruhe festigen. Alles andere darf auch später kommen.
Und bei Bruce hat sich noch etwas verändert: Durch Maxis neue Arbeitsstelle verbringt Christina aktuell mehr Zeit mit ihm. Dadurch orientiert sich Bruce deutlich stärker an ihr. Wir sprechen darüber, wie gemeinsame Zeit die Bindung beeinflusst und warum aus starker Orientierung nicht unbemerkt zur Kontrolle werden sollte.
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