Völkerrecht zwischen Theorie und Machtpolitik – Wer hält sich überhaupt daran? | Mit Dr. iur. Florian Kriener (Yale Law School/MPIL)

Episode von Ordnungsruf! - Ordnung im Chaos der Politik von Florian Götze und Linus Rieger · 23. Juni 2026 · 28 min

„Was das Völkerrecht nicht ausdrücklich verbietet ist erlaubt." Dieses sogenannte Lotus-Prinzip spricht souveränen Staaten enorme Freiheiten zu. Aber wie effektiv ist ein Rechtssystem ohne Weltregierung, ohne globalen Gesetzgeber und ohne Weltpolizei überhaupt?

In dieser Folge sprechen wir mit Florian Kriener, Völkerrechtler mit Promotion von der Universität Heidelberg, LL.M. von der Yale Law School und langjähriger Forschungserfahrung am Max-Planck-Institut für Völkerrecht, über die Grundlagen und Grenzen des internationalen Rechts.

Wir diskutieren:

— Wie ist das Völkerrecht aufgebaut und warum spielt es trotz fehlender Durchsetzungsmacht eine zentrale Rolle?

— Darf der Westen eingreifen wenn Menschen für Demokratie auf die Straße gehen?

— War die NATO-Intervention im Kosovo 1999 die Büchse der Pandora für Russlands Vorgehen in der Ukraine?

— Wie wirksam ist der Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs gegen Putin wirklich?

— Ist Gewohnheitsrecht demokratisch legitim – oder definieren die Mächtigen das Recht für alle?

Ordnungsruf erscheint jeden zweiten Dienstag mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft – sachlich, differenziert und ohne Schlagzeilenlogik.

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Über den Podcast

Ein zweiwöchentlicher Podcast über internationale Politik, Sicherheit und Geopolitik. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten diskutieren wir aktuelle Entwicklungen der Weltpolitik. Im Fokus stehen europäische Sicherheit, NATO, Russland und globale Machtverschiebungen.

Ordnungsruf! - Ordnung im Chaos der Politik

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