"Kulturkampf" um die Sprache treibt Mathias Brodkorb "zum Wahnsinn"

Episode von NDR Kultur - Das Gespräch von NDR Kultur · 4. Oktober 2026 · 26 min

Der "geistig-moralische Kulturkampf" um die Sprache, wie Mathias Brodkorb ihn beschreibt, eskaliert immer weiter. Dabei hätten Wörter, die man heutzutage besser nicht mehr benutzen sollte, "keine Absichten und keine magischen Fähigkeiten". Die Wörter seien neutral und nicht "böse". Deshalb sei der Eifer, mit dem Sprachaktivistinnen und -aktivisten solche Wörter aus dem Gebrauch verbannen wollen, "moralische Gängelung von oben".

Ähnlich sieht es der streitfreudige Publizist beim Gendern, das von einem Großteil der Bevölkerung abgelehnt wird. Zur „Sichtbarmachung“ von Frauen oder Gleichstellung der Geschlechter trügen Gendersterne oder Gendergaps nicht bei.

Im kontroversen Gespräch mit Jürgen Deppe plädiert der studierte Sprachphilosoph Mathias Brodkorb dafür, der Sprache ihre Freiheit zu lassen und sich stattdessen lieber auf die Lösung der eigentlichen Probleme zu konzentrieren.

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