Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst
Episode von Morgenimpuls von DOMRADIO.DE · 11. September 2026 · 4 min
Nine-eleven ist zu einem Synonym geworden. Nine-eleven meint den 11. September 2001. An diesem Tag, das sind schon sagenhafte 25 Jahre her, sind in den USA vier Flugzeuge entführt worden, um damit einen beispiellosen Terrorakt zu vollziehen: die Nutzung von Passagierflugzeugen als menschengesteuerte Angriffsmaschinen, um so viele Menschen wie möglich zu töten und quasi den USA den Krieg zu erklären. Und das in der unglaublich verqueren Logik von Osama bin Laden und Al Quaida – im Namen Gottes. Im Namen Gottes töten? Das widerspricht dem Empfinden von gläubigen Christen, die an einen liebenden und lebensspendenden Gott glauben. Ja, auch Christen haben im Laufe der zwei Jahrtausende im Namen Gottes getötet. Und wir sind bis heute beschämt darüber. Es gibt ein Wort, das seit vielen Jahren die Runde macht und das gut erklärt, worum es wirklich geht. Da heißt es: "Wenn Dein Gott Dir befiehlt zu töten, dann such Dir einen anderen Gott."In unserer heutigen Lesung steht genau das Gegenteil von machtvoller Demonstration von Überlegenheit und kriegerischer Kraft. Da steht im 2. Korintherbrief: "Ich will mich meiner Schwachheit rühmen, damit die Kraft Christi auf mich herabkommt. Deswegen bejahe ich meine Ohnmacht, alle Misshandlungen und Nöte, Verfolgungen und Ängste, die ich für Christus ertrage; denn, wenn ich schwach bin, dann bin ich stark."Der Briefschreiber macht deutlich: Nicht meine eigene Kraft soll mich leiten, sondern die Kraft, die von Gott kommt und von Jesus Christus. Und noch mehr, er sagt sogar ja zu aller Ohnmacht und allen Nöten und Verfolgungen, die er für Christus erträgt, weil dann die Kraft Christi in ihm wirken kann. Wer aber aus der Kraft Christi wirken will, wird tun, was Christus getan hat: den Armen beistehen, die Kranken pflegen, Kinder segnen, Trauernde trösten und allen Menschen das Reich Gottes verkünden.Dieser 11.9. kann uns helfen, darüber nachzudenken, was ich, was jede und jeder von uns im Namen Gottes tut und das wichtigste Gebot dabei keinesfalls zu vergessen: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.
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