Nein sagen ohne schlechtes Gewissen – warum Grenzen Führung sind
Episode von Mentale Souveränität von Andreas Langner · 23. Juli 2026 · 29 min
Freitag, 18:47 Uhr. Katharina hat die Jacke schon in der Hand. Um 19:30 Uhr spielt ihre Tochter Mia ihr erstes Solo – vier Monate Vorbereitung, der Termin steht dreimal im Kalender. Dann steht ein Kollege in der Tür: „Du, hast du kurz?" Katharina weiß, was kurz bedeutet. In elf Jahren war kurz noch nie kurz. Sie spürt das Nein. Und sagt: „Klar. Komm rein." Diese Folge handelt von dem Moment, den fast jede Führungskraft kennt: zwei Sekunden im Türrahmen, in denen sich entscheidet, wem der Abend gehört. Ich spreche darüber, warum ausgerechnet Menschen mit viel Verantwortung am schwersten Nein sagen, warum das schlechte Gewissen nicht durch das Nein entsteht, sondern durch die Art, wie wir es aussprechen – und warum Grenzen kein Rückzug aus der Verantwortung sind, sondern die Bedingung dafür, sie über Jahre tragen zu können. Mit zwei konkreten Übungen für die kommende Woche: dem stillen Adressaten und dem Nein in drei Sätzen.
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