Folge 154: Michael Kockot - Perspektivwechsel
Episode von Man müsste mal... von Andreas Lußky und Claus Oellerking · 10. Mai 2026
Man müsste mal...die Perspektive wechseln!
Kann man mit der Kamera die Welt verbessern?
Michael Kockot ist Kameramann. Mit der Kamera sieht er die Welt ein bisschen anders als die meisten Menschen. Fokussiert. Auf Ereignisse, auf Menschen, auf Dinge, die geschehen. Und seine Bilder, seine Filme wirken, wenn sie entstehen und natürlich auch, wenn sie gesehen werden.
„Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen“ sagte der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt im Wahlkampf 1980, als er nach seinen Visionen für das zukünftige Deutschland gefragt wurde. Michael Kockot hatte schon als Jugendlicher Visionen. Er ging statt zum Arzt in die Lehre, machte eine Ausbildung zum Schlosser und wollte wissen, ob sich seine Vorstellungen von einem guten Leben für alle, von einer gerechten Welt und von Frieden an der Basis, dort wo gearbeitet wird, verwirklichen lässt. Ernüchterung folgte.
Durch einen Zufall bekam er eines Tages eine Filmkamera in die Hand und seine Sicht auf die Dinge, seine Perspektive veränderte sich. Mit der Kamera schien es auf eine besondere Weise möglich zu sein, Dinge einzufangen, zu transportieren und so zu Veränderungen beizutragen.
Ob in Togo, in Uganda oder hier in Schwerin, Michael Kockot bringt sich ein, will gestalten. Und dafür geht er auch mal in die Höhe.
2019 war der Schweriner Fernsehturm schon drei Jahre lang geschlossen, als Kockot in dem Wahrzeichen ein Kunstprojekt initiierte. Das „Mitmachmuseum“ zeigte eine Ausstellung über den Großen Dreesch, der zwei Jahre später 50 Jahre alt wurde. Das Museum funktionierte als Sammelstelle für Erinnerungen, Fotos und andere Zeitdokumente aus Jahrzehnten. Jeder konnte seine persönliche Dreesch-Geschichte erzählen und aufzeichnen lassen. Und natürlich auch noch einmal hinauf fahren auf die Aussichtsplattform des Turms. Eine Woche lang. Gut 3.000 Gäste. Und dann war Ende.
Doch das Leben auf dem Großen Dreesch geht weiter und Kockot ist immer mal wieder mit der Kamera dabei. So auch für den Eröffnungsfilm des Schweriner Filmfest 2026 „Garten der Hoffnung“ (Regie/Buch: Dieter Schumann, Cinematograph: Michael Kockot). Der Film wurde mit dem „Vielfaltspreis 2026“ ausgezeichnet.
In dieser Podcast-Folge mit Andreas Lußky und Claus Oellerking berichtet Michael Kockot über seinen persönlichen Weg, seine Perspektiven und Perspektivenwechsel in einer sich wandelnden Gesellschaft hier mitten in Schwerin, der Lebenshauptstadt.
Webseite https://manmuesstemal.jimdofree.com/
Wir sind eine Arbeitsgruppe des Vereins Miteinander - Ma‘an e.V.
Wir werden unterstützt von der Online-Zeitung „Schwerin-Lokal“.
Wir werden unterstützt durch die Stiftung für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement M-V
Kontakt zu Michael Kockot:
https://kockottransformation.de/
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