Ein Buchclub in der Bergstadt

Episode von mærk:mal - der Podcast von Navin Mani, Philipp Brinkmann · 18. Oktober 2026 · 56 min

Zum ersten Mal sitzt ein Gast mit am Tisch. Bene ist seit Januar 2025 in Lüdenscheid, arbeitet im Museum und kommt aus der Nähe von Nürnberg. Mit ihm gehen wir die Stadt einmal von außen durch: das Vorstellungsgespräch im Schneetreiben, die Wohnungssuche zwischen Gevelndorf, Innenstadt und Ramsberg, der Verkehr – und die Frage, warum hier so viel Jugendstil und Historismus einfach in der Gegend herumsteht. Sein Glück: Die Lichtrouten 2025 fielen genau in seine ersten Wochen und waren die Abkürzung zu allem, was danach kam.

Dann Geschichte. Warum wurde Iserlohn bombardiert und Lüdenscheid nicht? Bene trennt Urban Legends von Fakten, Philipp hält an seiner Theorie der unbekannten Gänge unter der Stadt fest. Wir klären nach 30 Jahren, was die Flugzeuge an der Glasfassade des Museums sollen, streiten über architektonischen Mut (Museum, Kulturhaus, Phänomenta, Schützenhalle) und verraten unsere Lieblingsplätze im Museum: der Zug, der Skulpturengarten, das Café. Dazu Stadtführungen und das Lüdenscheider Stadtführer-Kartell, die 700-Jahr-Feier auf Schloss Neuenhof und die These, dass Franken und Sauerländer sich erstaunlich ähnlich sind: Bier, Wurst, Wetter, Grundpessimismus.

Und dann der Grund, warum Bene eigentlich da ist: Er gründet einen Buchclub. Benes Buchclub startet mit George Orwells 1984 – gemeinsames Lesen im Oktober, Diskussion Ende November in der Stadtbücherei, Bücher über den Förderverein. Die Leitfrage: Ist das Buch so zeitlos, wie alle sagen, oder liest man es 2026 anders als 1949? Wer mitlesen will, findet alles in den Shownotes.

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