Wenn der Strom nicht fließt: Elektroden, Physik und der unterschätzte Übergangswiderstand
Episode von Luxxamed Schmerztherapie Mikrostromtherapie von Luxxamed GmbH · 22. Mai 2026 · 28 min
Wenn die Mikrostromtherapie nicht wirkt, denken die meisten zuerst an Protokolle, Frequenzen oder Intensitäten. Die eigentliche Ursache sitzt aber oft viel näher an der Oberfläche – buchstäblich: an der Elektrode.
In dieser Folge erkläre ich, warum der Kontakt zwischen Elektrode und Haut über Therapieerfolg oder -misserfolg entscheiden kann – und was die Physik dahinter damit zu tun hat.
Was dich erwartet:
Wir starten mit einem kurzen Blick in die Studienlage: von der klassischen Cheng-Studie (1982) mit ihrer ATP-Steigerung um bis zu 500 % über McMakins Fibromyalgie-Daten bis hin zur aktuellen FSM-Studie im Rheumatology Journal (Gregory et al., 2025) – 40 % Verbesserung der Handfunktion in unter 60 Minuten, p = 0,0001. Und ich stelle unsere eigene PMCF-Studie vor: 2.346 Behandlungen, statistisch signifikant.
Dann geht es in die Physik. Das Ohmsche Gesetz – I = U / R – ist kein abstraktes Schulwissen.
Es erklärt direkt, warum ein HD 2000+ maximal 60 Volt ausgibt, warum ein trockenes Gewebe weniger Strom bekommt als ein gut hydriertes, und warum der MCI-Wert so viel mehr ist als eine Kurve im Display.
Der Kern der Folge: der Übergangswiderstand. Das ist der Widerstand, der zwischen Elektrode und Haut entsteht – und den das Gerät nicht vom echten Gewebewiderstand unterscheiden kann. Ich erkläre, wann er besonders hoch ist, warum ausgetrocknete Elektroden ein echtes Therapieproblem darstellen und was feuchte Handtücher physikalisch anrichten können.
Am Ende gibt es eine Fünf-Punkte-Checkliste, die ihr sofort in euren Praxis-Workflow integrieren könnt.
In dieser Folge:
→ Warum Spannung die Haut ionisieren muss, bevor Strom in die Tiefe dringt
→ Was der MCI-Index wirklich misst – und was er nicht sehen kann
→ Übergangswiderstand: das unterschätzte Problem Nummer 1 in der Praxis
→ Feuchte Handtücher vs. Klebeelektroden – ein ehrlicher Vergleich
→ Die Cheng-Studie, McMakin, und die neue FSM-Studie aus dem Rheumatology Journal 2025
→ Fünf Punkte, die vor jeder Behandlung gecheckt werden sollten
→ Warum Copy & Paste bei Elektrodenanlagen nicht funktioniert
Erwähnte Studien:
Cheng et al. (1982) – ATP-Produktion und Mikrostrom
McMakin (2005) – FSM bei Fibromyalgie, Interleukin-1 und TNF-alpha
Gregory, Bagley et al. (2025) – FSM bei Sklerodermie, Rheumatology Journal, DOI: 10.1093/rheumatology/keaf301
Luxxamed PMCF-Report 2024 – n = 2.346 Behandlungen,
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