(61) George Gordon Byron »Stanzen für Musik« / »Stanzas For Music«

Episode von Lesung - Klassiker, Philosophie, Gedichte | Gelesen von Elisa Demonki von Elisa Demonki · 14. Juni 2016 · 7 min

»Byron allein lasse ich neben mir gelten.«

J.W.Goethe

There be none of Beauty‘s daughters

With a magic like thee;

And like music on the waters

Is thy sweet voice to me:

Der Schönheit Töchter keine gleich’

Mit einem Zauber ähnlich dir,

Wie Musik aus dem Wasserreich

Ist deine süße Stimme mir:

When, as if its sound were causing

The charmed ocean‘s pausing,

The waves lie still and gleaming,

And the lull‘d winds seem dreaming.

Sie zog, sobald ihr Ton begann,

Den Ozean in ihren Bann;

Glänzend still, die Wellen schwingen

Und die Winde träumend singen.

And the midnight moon is weaving

Her bright chain o‘er the deep;

Whose breast is gently heaving,

As an infant‘s asleep:

Und der Mitternachtsmond webend

Hell sein Netz über der Tiefe,

Deren Brust sich langsam hebend

Als ob leis ein Kindlein schliefe:

So the spirit bows before thee,

To listen and adore thee;

With a full but soft emotion,

Like the swell of Summer‘s ocean.

So beugt sich so vor dir der Geist,

Der dir zuhört und dich preist;

Mit der kraftvoll sanften Regung,

Wie des Sommermeers Bewegung.«

Der britische Dichter George Gordon Byron schrieb das Gedicht im Jahre 1816 für seine Tochter Ada. Ada Lovelace gilt heute als die erste Programmiererin der Welt.

Übersetzung von Anna J. Rahn aus dem Buch »Lord Byron – Ein Autobiografisches Lesebuch«

mit Bildern von Ulrike Theusner. Sie spielte auch das Klavier in »Stanzas For Music«.

Anzeige

Weitere Episoden von „Lesung - Klassiker, Philosophie, Gedichte | Gelesen von Elisa Demonki“

Alle Episoden von Lesung - Klassiker, Philosophie, Gedichte | Gelesen von Elisa Demonki · Mehr Kultur-Podcasts