#169 Ein Osteosarkom & Psychoonkologie

Episode von LEBE SELBSTVOLL von Franziska Günther-Güldenpfennig · 18. August 2026 · 1 h 03 min

Mit 24 Jahren bekam Carsten die Diagnose Osteosarkom – Knochenkrebs. Der Tumor saß in seinem Unterarm und zunächst war völlig unklar, wie es für ihn weitergehen würde.

Es folgten Chemotherapie und eine große Operation. Nach der Operation stellte sich heraus, dass sein Tumor auf die Chemotherapie nicht angesprochen hatte. Statt einer weiteren Chemotherapie folgten regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen. 2013 wurde dabei eine Metastase in der Lunge entdeckt, 2014 eine weitere. Viele Jahre später, 2023, musste Carsten erneut wegen einer Lungenmetastase operiert werden.

Heute ist Carsten 39 Jahre alt. Wenn er auf die Zeit seiner ersten Erkrankung zurückblickt, erzählt er auch davon, wie anders er mit 24 mit seiner Diagnose umging und wie sich sein Blick darauf im Laufe der Jahre verändert hat.

Seine eigene Geschichte hat schließlich auch seinen beruflichen Weg geprägt. Carsten holte sein Abitur nach, studierte und entschied sich, Psychoonkologe zu werden. Außerdem gründete er die Selbsthilfegruppe „Jung und Krebs“ – auch, weil ihm selbst nach seiner Diagnose der Austausch mit anderen jungen Betroffenen gefehlt hatte.

In unserem Gespräch geht es deshalb um beides: um Carstens eigene Krebsgeschichte und um seine heutige Arbeit als Psychoonkologe. Was kann Psychoonkologie eigentlich leisten? Wann ist der richtige Zeitpunkt, sich Unterstützung zu holen? Wie lange dauert eine Begleitung? Und hilft es wirklich, noch einmal über das Erlebte zu sprechen?

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