#039 Ist der Ruf erst ruiniert

Episode von Kreuz und Klar von Chrissi, Frederik, Timo, John · 3. September 2026 · 4 min

„Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert." Diesen Satz sagt ein Mann in Frederiks Gemeinde immer wieder, um andere zu ermutigen, sich ohne Zurückhaltung zu Jesus zu bekennen. Mit Augenzwinkern – aber er hat recht.

Denn dreht man den Spruch um, kommt etwas Unangenehmes dabei heraus: Wer seinen Ruf behalten will, muss sich an die Erwartungen der anderen anpassen. Immer aufpassen, dass das, was man sagt und wie man sich verhält, nicht zu weit von dem abweicht, was die anderen erwarten.

Vielleicht kennt ihr die Situation: neu im Verein, neu auf der Arbeitsstelle – und irgendwie den Moment verpasst, früh klarzumachen, dass ihr Christen seid. Mit jeder Begegnung wird es schwerer. Von den anderen wissen längst alle, wer Fußballfan ist, wer am liebsten ein eigenes Café hätte und wer jedes Jahr drei Wochen in Schweden campt. Nur von eurer Leidenschaft für Jesus weiß keiner.

Die Konsequenz kommt fast zwangsläufig: Rückzug. Und damit Isolation. Man hält es auf Dauer nicht aus, ein verschobenes Bild von sich aufrechtzuerhalten.

Dazu die Zusage aus Lukas 12, die alles trägt – und eine Begegnung an der Uni, die Frederiks Studium verändert hat.

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