#034 Freude trotz Ketten

Episode von Kreuz und Klar von Chrissi, Frederik, Timo, John · 26. August 2026 · 6 min

Bukarest, 1948: Pastor Richard Wurmbrand verschwindet in den Kellern der Geheimpolizei – insgesamt vierzehn Jahre Haft. Und später erzählt er, dass er und andere Gefangene nachts in ihren Zellen getanzt haben. Vor Freude. Entweder waren diese Männer verrückt – oder sie hatten etwas verstanden, das den meisten von uns fehlt.

Fast zweitausend Jahre vorher sitzt Paulus in Rom in Haft, Tag und Nacht an einen Soldaten gekettet – und schreibt den fröhlichsten Brief des Neuen Testaments. Über fünfzehn Mal kommen "Freude" und "freuen" im Philipperbrief vor. Aus der Zelle.

Christian zeigt die zwei Quellen dieser Freude: Sie hängt an Menschen – Paulus investiert mitten im größten Druck in Beziehungen. Und sie ist eine Gewissheit, keine Stimmung: "Der, welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat, wird es auch vollenden" (Philipper 1,6). Deshalb konnte man Paulus alles nehmen – nur nicht die Freude. Die saß tiefer, als die Ketten reichten.

Mit zwei konkreten Schritten für heute – und dem Blick auf 360 Millionen verfolgte Christen weltweit, für die Philipper 1 kein historischer Text ist, sondern Mittwochmorgen.

Weitere Episoden von „Kreuz und Klar“

Alle Episoden von Kreuz und Klar · Mehr Gesellschaft-Podcasts