Helden, Ironie und Memes – Wie rechte Online-Kultur Männlichkeit inszeniert
Episode von Konfliktgespräche von Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung · 12. Oktober 2026 · 30 min
Rechte Memes inszenieren Heldentum und Männlichkeit, aber oft mit ironischer Überspitzung. Johannes Zuber bespricht mit der Sozialwissenschaftlerin Johanna Maj Schmidt was dahinter steckt, welches Ziel die selbsternannten Meme-Krieger verfolgen und welche Gegenmittel es gibt.
Schmidt erklärt, warum sich Meme-Krieger selbst mit traditionell „unmännlichen“ Zügen zeigen, was Ironie dabei verschleiert – und wie aus Online-Fantasien reale Mobilisierung werden kann.
🎧 In dieser Episode: Was steckt hinter der rechten Meme-Kultur auf Social Media? Welche Rolle spielen Überspitzung und Ironie? Und warum tut sich die linke Seite mit Memes oft schwerer?
Weitere Infos & Ressourcen:
- Veröffentlichungsdatum: 06.10.2026
- Aufnahmedatum: 22.09.2026
Literatur:
Bogerts, Lisa & Fielitz, Maik. (2018). “Do You Want Meme War?” Understanding the Visual Memes of the German Far Right. In: Maik Fielitz/Nick Thurston (Hrsg.), Post-Digital Cultures of the Far Right (137-154). Bielefeld: transcript Verlag.
Schmidt, J. M. (2025). Limbless Warriors and Foaming Liberals: The Allure of Post-Heroism in Far-Right Memes. Berkeley Journal of Right-Wing Studies, 2(2), 79–107.
Schmidt, J. M. (2025). Extrem rechte Memekrieger – Ironisch-verleugnete Sehnsucht nach dem Heroischen im Kontext des »Great Meme War«. In D. Aderholz, J. Bröse, G. Gläser, G. Hentges, D. Keil, J. M. Schmidt, & O. Decker (Hrsg.), Autoritäre Entwicklungen, extrem rechte Diskurse und demokratische Resonanzen (S. 98–118). Weinheim: Beltz Juventa.
Schmidt, J. M. (2022). »Noooo You Can’t Just Vaporize My Entire Armored Division« – Extrem rechte Meme-Reaktionen auf den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine. In O. Decker, J. Kiess, A. Heller, & E. Brähler (Hrsg.), Autoritäre Dynamiken in unsicheren Zeiten. Neue Herausforderungen – alte Reaktionen? Leipziger Autoritarismus Studie 2022 (S. 367–396). Gießen: Psychosozial-Verlag.
Weitere Episoden von „Konfliktgespräche“
- Autorität lernen: Wie Polizistinnen zwischen Ausbildung und Straße ihre Rolle finden 8. September 2026
- Haltung zeigen – Antifeminismus und Antisemitismus in der politischen Bildung 18. August 2026
- Erinnerungskultur – Gegen das Narrativ vom erfolgreichen Schlussstrich 14. Juli 2026
- Warum Kinder politisch übersehen und gesellschaftlich vernachlässigt werden - und was sich ändern muss 16. Juni 2026
- Was Vergebung leisten kann – und warum es so schwer ist, zu vergeben 23. September 2025
- Über Konflikte erzählen – Journalismus zwischen Verantwortung und Schlagzeile 22. Juli 2025
- Unsichtbare Opfer: (Rechtsextreme) Morde an wohnungslose Menschen 26. Juni 2025
- Wie radikal sind Klimaproteste? 29. April 2025
- Migration, Identities, and Social Cohesion: Insights from research and practice 11. März 2025
- Theater trifft Konfliktforschung 11. Februar 2025
- Wie war 2024 und was erwartet uns 2025: Jahresrückblick, Ausblick und persönliche Einblicke aus Sicht eines Konfliktforschers 16. Januar 2025
- Nebeneinander in Unterschiedlichkeit: Öffentliches Leben auf dem Georg-Büchner-Platz in Darmstadt 15. Oktober 2024
- Seeing through the eyes of those affected: Anti-Muslim Racism in Germany 17. September 2024
- Die feinen Unterschiede: Über die Differenz von Islam- und Muslim:innenfeindlichkeit 20. August 2024
- „Männer töten“: Ist das (Street-)Art oder gehört das weg? 23. Juli 2024
Alle Episoden von Konfliktgespräche · Mehr Wissenschaft-Podcasts