Ekklesiologie und Palamismus
Episode von Katholisch-Theologische Fakultät - Digitale Hochschulschriften der LMU von Ludwig-Maximilians-Universität München · 6. Mai 2005
Die Orthodoxie hat einen Gottesbegriff, in welchem zwischen Gottes Wesen und seinen ewigen Energien unterschieden wird. Dieser Gottesbegriff führt in der östlichen Ekklesiologie dazu, dass die unerschaffene Gnade als das Wesen der Kirche gelten kann. Die Kirche ist also der verklärte Leib Christi, welcher von göttlicher Energie erfüllt wird. Dadurch unterscheidet sich die orthodoxe Ekklesiologie wesentlich von der katholischen, welche ihren Ursprung in einer nestorianischen Christologie hat, weshalb die sichtbare, irdische Kirche als die Kirche schlechthin gilt und eine quasi Person, in Analogie zur zweiten, menschlichen Person in der nestorianischen Christologie bildet.
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