«De Tod isch grüen» von Ernst Kappeler
Episode von Hörspiel von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) · 10. Juli 2026 · 43 min
Dieses Hörspiel, ursprünglich 1968 produziert, beleuchtet den Konflikt zwischen patriarchalischer Sturheit und individualistischem Aufbruch in der damaligen Schweizer Gesellschaft. Ein Suizidversuch einer Schülerin löst eine Kettenreaktion in einem Dorf aus, bei der ein unkonventioneller Lehrer zum Sündenbock erkoren wird. Das Stück gilt als wichtiges Zeitdokument und ist immer noch hochaktuell.
Bevor im Jahr 1968 der Studentenprotest auch in der Schweiz für Unruhe sorgte, kam ein Hörspiel zur Ausstrahlung, welches das damalige gesellschaftliche Klima eindrücklich darstellte. Die Sturheit des Patriarchats stand gegen den Geist des individualistischen Aufbruchs. Es drohte die Eskalation. Wer das Hörspiel im Radio hören will: Freitag, 10.07.2026, 20.00 Uhr, Radio SRF 1
«De Tod isch grüen» entstand im März 1968. Die Vorlage von Ernst Kappeler wurde im Rahmen eines Wettbewerbes für Mundarthörspiele ausgezeichnet, und dies zu Recht, gehört das Stück doch zu den wichtigsten fiktionalen Zeitdokumenten im SRF-Radioarchiv. Und: Es ist aktuell wie eh und je.
Der Selbstmordversuch einer Schülerin hat Folgen für den Lehrer, für die Schule, für das ganze Dorf. Nichts ist mehr, wie es war. Die gesellschaftlichen Mechanismen, die sich in Gang setzen, sind nur allzu bekannt. Ein Schuldiger muss her, und der ist schnell gefunden: der Lehrer mit seinen nicht immer konformen Methoden. Wie ein Verbrecher muss er sich vor der Schulpflege rechtfertigen. Doch dieser Lehrer hat sich längst in seine eigene Welt zurückgezogen. Seine Wahrheit ist nicht die der anderen. Und sie steht nicht im Stundenplan.
Mitwirkende:
Fred Tanner (Lehrer, Erzähler)
René Scheibli (Bruno)
Valerie Steinmann (Magdalena, Mädchenstimme)
Paul Bühlmann (Präsident)
Alfred Schlageter (Pfarrer)
Eva Wächter (Schulpflegerin, Frauenstimme)
Inigo Gallo (Schulpfleger)
Ruedi Walter (Doktor)
Christian Huber (Aktuar)
Margrit Rainer (Krankenschwester)
Anneliese Betschart (Frauenstimme)
Elisabeth Schnell (Frauenstimme)
Vincenzo Biagi (Männerstimme)
u.v.a.
Produktionsteam:
Tontechnik: Irmgard Bichler und Willy Helbig
Regie: Robert Bichler
Produktion: SRF 1968
Dauer: 44’
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