Paola De Martin und Rune Frandsen: Saisonnierstatut und Erinnerungskultur

Episode von Hochparterre – Architektur, Planung und Design im Gespräch von Hochparterre AG · 22. Oktober 2026 · 40 min

Die Grenzsanität in Brig und die Wohnbaracken in Biel zeugen von der verdrängten Geschichte der Saisonarbeiter*innen in der Schweiz. Im Podcast sprechen die Historikerin Paola De Martin und der Architekt Rune Frandsen über Migration, Erinnerungskultur und den Umgang mit dem materiellen und immateriellen Erbe dieser Menschen.

Die Grenzsanität in Brig und die Arbeiterbaracken auf dem Bührer-Areal in Biel erinnern an ein dunkles Kapitel der Schweizer Migrationsgeschichte. Das Saisonnierstatut regelte von 1934 bis 2002 die Aufenthaltsbewilligungen ausländischer Arbeitskräfte. Saisonarbeiter*innen durften jeweils neun Monate in der Schweiz arbeiten und mussten das Land anschliessend für drei Monate verlassen. Ihre Aufenthaltsbewilligung war an die Anstellung gebunden, der Familiennachzug war verboten. Viele lebten unter prekären Bedingungen, während ihre Arbeit wesentlich zum wirtschaftlichen Aufschwung und zum Aufbau der Schweizer Infrastruktur beitrug.

Redaktor Urs Honegger spricht im Podcast mit der Historikerin Paola De Martin und dem Architekten Rune Frandsen über die Aufarbeitung des Saisonnierstatuts und den Denkmalschutz von Arbeiterbarrakten zur Erinnerungskultur.

Das Gespräch begleitet den Artikel «Saisonnierstatut: Verdrängte Geschichte» im Oktoberheft 2026 von Hochparterre.

«Hochparterre – Architektur, Design, Planung» ist der Podcast von Hochparterre. Wir publizieren Audiobeiträge zu Architektur, Design und Planung, sprechen mit Menschen, die uns interessieren, und suchen Antworten auf aktuelle Fragen.

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