17. April: Heilige Kateri Tekakwitha

Episode von Heiligenschein von Der SONNTAG · 17. April 2026 · 1 min

Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

Kateri „Katharina“ Tekakwitha, die Lilie der Mohawk, ist Patronin des Umweltschutzes und die erste heiliggesprochene Indigene, die in Nordamerika sehr verehrt wird. Sie wurde 1656 im heutigen Bundesstaat New York geboren.

Kateris Kindheit im Zeichen des Verlusts

Ihr Vater war Häuptling der Mohawk, ihre Mutter Katholikin. Beide starben an Pocken, als Kateri vier Jahre alt war. Das Mädchen wurde auch befallen, überlebte aber halb blind und entstellt von vielen Narben. Ihr Mohawkname „Tekakwitha“ sagt das aus: „die mit der Hand voraus geht“. Sie lernte Missionare kennen und fasste schon bald den Wunsch, Christin zu werden und ehelos zu leben. Mehrere Heirats­anträge, lehnte sie daher ab.

Kateri folgt ihrem Glauben trotz Verfolgung

Stattdessen ließ sie sich taufen und nahm den Namen Katharina an. Daraufhin wurde sie verfolgt und sogar mit dem Tod bedroht. Sie floh daher nach einem Jahr in eine 300 Kilometer weit entfernte Missionsstation der Jesuiten im heutigen Montreal in Kanada. Dort wirkte sie zwei Jahre als Katechetin und kümmerte sich um Arme und Kranke. Ihre strengen Bußübungen schwächten sie jedoch so sehr, dass sie bereits im Alter von 24 Jahren starb. Schon bald wurde sie als Patronin Kanadas verehrt.

Bernadette Spitzer

Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.

Wiener Dom-Verlag.

ISBN: 978-3-85351-294-4

Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

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