Unvernünftig, unverbesserlich: Arbeit und Reichtum im Kapitalismus

Episode von GegenStandpunkt - Vorträge von GegenStandpunkt Verlag · 13. Januar 2026

Buchvorstellung

Unvernünftig, unverbesserlich: Arbeit und Reichtum im Kapitalismus

Leipzig, November 2025

Dass man mit Arbeit keinen Reichtum anhäufen kann, gehört zum marktwirtschaftlichen Erfahrungsschatz. Zumindest nicht mit der eigenen Arbeit eigenen Reichtum. Denn mit anderer Leute Arbeit reich zu werden, ist in der Marktwirtschaft das Normalste von der Welt: Automobilunternehmen, Lieferdienste, Smartphone-Kapitale häufen gigantische Umsätze und Gewinne sogar im 11-stelligen Bereich jährlich an mit dem Verkauf von Produkten der Arbeit von Dienstkräften, die man in gewisser Verdrehung der Tatsachen „Arbeitnehmer“ nennt, obwohl die doch ihre Arbeit, Lebenszeit und Lebenskraft im Prozess der Erstellung der Dinge und Dienstleistungen hergeben. Die gehören dann denjenigen, die seltsamerweise „Arbeitgeber“ genannt werden.

Dieses Prinzip sorgt laut Marx aufs gesellschaftliche Ganze gesehen für eine „ungeheure Warensammlung“. Für die lässt sich die Marktwirtschaft gerne feiern. In Sachen Verherrlichung des Kapitalismus gibt’s ja auch viel zu tun. Denn die von ihren Fans über den grünen Klee gelobte Wirtschaftsweise bringt es nicht nur zu besagten Reichtümern, sondern zu allerlei Phänomenen, die es nötig machen, dass man sie als „Schattenseiten“ verharmlost, als „Probleme“ umdeutet und überhaupt als „Missstände“ von dem ökonomischen System trennt, auf das man einfach nichts kommen lassen will. Um stattdessen „Lösungen“ vorzuschlagen, die zwar praktisch keine sind, aber die unzweifelhaft ideologische Leistung erbringen, den ganzen Mist, von dem jeder weiß, dass er zum Kapitalismus gehört, als dessen Notwendigkeit zu leugnen, also Kritik an diesem Wirtschaftssystem geistig zu untersagen.

Darum gibt’s den Vortrag zum Buch, das sich der üblichen geistigen Übung verweigert, die Absurditäten der marktwirtschaftlichen Wirtschaftsweise ausgerechnet darum rational zu finden, weil sie nun einmal praktisch gelten und mit Gewalt alternativlos in Geltung gehalten werden.

00:00 Einleitung

07:27 1.1 Ein paar Eigentümlichkeiten unserer Marktwirtschaft: Reichtum

26:00 1.2. Ein paar Eigentümlichkeiten unserer Marktwirtschaft: Arbeit

37:15 1.3. Zwischenfazit

41:31 2. Das Verhältnis von Arbeit und Reichtum im Kapitalismus

41:52 2.1. Eigentum

47:44 2.2. Geld

51:45 2.3. Der Erfolgsmaßstab der Produktion

56:15 2.4. Fazit

58:45 Diskussion

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