ROSA – Safe Space für Frauen auf der Flucht
Episode von FROzine von Marina Wetzlmaier · 24. Juni 2026 · 45 min
Im heutigen FROzine sprechen wir mit Jana und Diyana über ROSA einen Verein, der in Griechenland sichere Räume für Frauen* auf der Flucht schafft. Sie erzählen von ihren Erfahrungen vor Ort, den Herausforderungen, denen geflüchtete Frauen begegnen, und warum Schutzräume wichtiger denn je sind.
Was macht ROSA?
ROSA ist ein gemeinnütziger Verein, der sich dafür einsetzt, Safer Spaces für Frauen* auf der Flucht zu schaffen und humanitäre Hilfe geschlechtersensibel zu gestalten.
Mit einem ausgebauten Truck fahren ehrenamtliche Helfer*innen täglich vier Geflüchtetencamps in Südgriechenland an. Rund um den Truck entsteht ein geschützter Raum ausschließlich für Frauen. Dort bietet ROSA unter anderem ein mobiles medizinisches Beratungszimmer, kostenlose Menstruationsprodukte, Workshops sowie Kinderbetreuung an. Das zentrale Anliegen ist es, einen Ort zu schaffen, an dem Frauen* Sicherheit, Privatsphäre und Unterstützung finden können.
Frauen, Kinder und queere Menschen sind auf der Flucht häufig besonderen Risiken und Formen von Gewalt ausgesetzt. ROSA begegnet diesen Herausforderungen mit konkreten Unterstützungsangeboten und schafft Räume, in denen Betroffene sich austauschen und Hilfe in Anspruch nehmen können.
ROSA in Österreich
Die Lokalgruppe ROSA Wien wurde im Oktober vergangenen Jahres gegründet. Seitdem engagiert sie sich auf verschiedenen Ebenen. Einerseits macht sie auf die prekären und menschenunwürdigen Bedingungen in Geflüchtetencamps an den europäischen Außengrenzen aufmerksam. Andererseits leistet sie politische Bildungsarbeit, um die besonderen Herausforderungen und Gefährdungen sichtbar zu machen, denen Frauen, Kinder und queere Menschen auf der Flucht begegnen.
Neben der Bildungsarbeit unterstützt ROSA auch Geflüchtete in Österreich. Sie besuchen einmal im Monat die Caritas-Unterkunft in Wien für geflüchtete und wohnungslose Menschen, um dort SaferSpaces für Frauen* zu schaffen. Außerdem besuchen sie monatlich die Erstaufnahmestelle Traiskirchen, ebenfalls um Räume zu schaffen, bei denen Frauen unter sich sein können.
Durch Informationsveranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzungsarbeit setzt sich ROSA Wien dafür ein, das Bewusstsein für diese Themen zu stärken und die Bedeutung sicherer Räume für besonders vulnerable Gruppen hervorzuheben.
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