Mediengespräch: Hohe Qualität für wenig Geld? Die Lebensrealität freier Journalist:innen
Episode von FROzine von Marina Wetzlmaier · 8. Juni 2026 · 50 min
In dieser Ausgabe vom FROzine hören sie ein Mediengespräch zum Thema „Hohe Qualität für wenig Geld? Die Lebensrealität freier Journalist:innen“ und einen Beitrag zu Psychotherapie und ihre momentanen sozio-ökononomischen Gegebenheiten aus Leipzig.
Die Existenzängste unter freien Journalistinnen und Journalisten im Land sind real und messbar. Das belegt eine aktuelle Untersuchung zur Journalismusförderung in Österreich, die jüngst von Medienminister Andreas Babler vorgestellt wurde. Die Daten zeigen ein massives Einkommensgefälle: Freiberufliche Journalist:innen verdienen signifikant weniger als Festangestellte. Um finanziell zu überleben, ist die Mehrheit von ihnen auf Nebenjobs angewiesen. Viele Freie rutschen trotz Vollarbeitszeit unter die offizielle Armutsgrenze von monatlich 1.661 Euro. Der wirtschaftliche Druck, unter dem freie Journalist:innen stehen, ist umso dramatischer, betrachtet man ihre hohe gesellschaftliche Relevanz: Sie sind es, die vielfach wichtige Lücken füllen, die in personell ausgedünnten Redaktionen offen bleiben. Sie übernehmen oft zeitintensive und riskante Arbeit, berichten aus schwer zugänglichen Regionen oder investieren viele Monate in tiefgründige Recherchen, etwa zu Machtmissbrauch und Korruption. In diesem Sinn übernehmen freie Journalist:innen demokratiepolitisch unverzichtbare Funktionen im Medienbetrieb. In Österreich werden Medienhäuser in Form von Förderungen und Inseraten mit öffentlichen Geldern finanziert. In anderen Branchen sind staatliche Förderungen und Aufträge an soziale Mindeststandards der Mitarbeitenden gekoppelt. Dies wäre auch in der Medienbranche dringend notwendig. Im Mediengespräch von Diskurs. Das Wissenschaftsnetz wird die Lage der freien Journalist:innen beleuchtet und mögliche Lösungsansätze skizziert. Diskussionsteilnehmer waren Andreas Kaltenbrunner (Österreichische Akademie der Wissenschaften) und Josef Trappel (Universität Salzburg) Moderiert hat das Mediengespräch Anna Hasenauer.
Keine Finanzierung – keine Therapie!
Gespräch mit Isabel Ilgner, sie war Teil einer Demo für die Weiterbildung von Psychotherapeut*innen in Leipzig, im Moment läuft gerade auch der Aktionsmonat zur Finanzierung der Weiterbildung von Psychotherapeut*innen. Rein statistisch steigt die Zahl der Psychotherapeut*innen in Deutschland langsam an, aber viele Menschen müssen auf Therapieplätze warten, wo liegen die Ursachen? Vom 2.6.2026 RadioBlau https://fsrpsy-leipzig.de/ https://psyfako.org/news/beginn-des-aktionsmonats-zur-finanzierung-der-weiterbildung/
Weitere Episoden von „FROzine“
- Mit kaleido.teen Potenzial entdecken 7. Oktober 2026
- Zum Verrückt werden: Stimmen hören und Psychose 5. Oktober 2026
- Weltempfänger: Proteste in Frankreich 3. Oktober 2026
- Calle Libre Festival Linz und Street Art 1. Oktober 2026
- Safe Abortion Day in Linz & Verein unSICHTBAR 30. September 2026
- Solidaritätsfilmabend zu Protesten in Georgien 29. September 2026
- Fairteiler und Schöne neue Öffentlichkeit 24. September 2026
- 30 Jahre Verein PIA & Gesetz zu digitaler Gewalt 23. September 2026
- HOSI Schulworkshops & Beaver Dam Analog 22. September 2026
- Gewaltambulanz gehört ausgebaut 20. September 2026
- Club of Rome Austria/Genderbias am österreichischen Arbeitsmarkt/Kongress der Utopien in Quedlinburg 17. September 2026
- Ein Hebel reicht nicht: Wie ein gutes Leben für alle gelingen kann (Beitrag) 16. September 2026
- Gewaltambulanz gehört ausgebaut 16. September 2026
- B37 und „Die Toten von Lambach“ 14. September 2026
- Weltempfänger: Dürre im Sommer 13. September 2026