Was es bedeutet, in Deutschland arm zu sein – mit Miriam Davoudvandi
Episode von Fangen wir an! Ideen für ein besseres Morgen von Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH · 25. März 2026 · 41 min
„Ob man arm oder reich ist, wird meistens schon mit der Geburt festgelegt“, sagt Miriam Davoudvandi. Die Kindheit der Musikjournalistin, Podcasterin und Autorin war von Armut geprägt. In ihrem Buch „Das können wir uns nicht leisten“ erzählt sie davon, was es bedeutet, in Deutschland wenig Geld zu haben. Armut lässt sich nicht in Zahlen bemessen. Armsein ist das Gefühl, nicht dazuzugehören, nichts bieten zu können. Das zeigt sich vor allem in der Schule, dem Ort des Vergleichens schlechthin. Miriam Davoudvandi wuchs in einem wohlhabenden Städtchen auf und war täglich mit dem Reichtum ihrer Mitschüler*innen konfrontiert. Obwohl ihre Eltern den ganzen Tag arbeiteten, kamen sie aus dem Teufelskreis der Armut nicht heraus. Das Narrativ „jeder kann es schaffen“ stimmt einfach nicht. In Deutschland haben viele Menschen sogar mehrere Jobs und kommen trotzdem nicht über die Runden. Auch wenn es Miriam durch ihre Ausbildung schaffte, sozial aufzusteigen, bleibt die Armut immer im Hinterkopf. Warum sie heute noch ein schlechtes Gewissen hat, wenn sie eine große Reise unternimmt, berichtet sie in dieser Folge.
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