Totgesagte leben länger: Warum Plug-in-Hybride die Kurve kratzen
Episode von Elektrogeflüster – E-Mobilität im Realitätscheck von Wilma Fasola, Andi Engel | Handelszeitung, Blick · 5. Juni 2026 · 31 min
Eigentlich waren sie von Branchen-Experten schon totgesagt, doch die Realität im Jahr 2026 sieht anders aus: Plug-in-Hybride (PHEV) erleben einen massiven Aufschwung und legten laut der Importeursvereinigung Auto-Schweiz allein in den ersten vier Monaten um satte 27 Prozent zu. Zusammen mit reinen Stromern machen die Steckerfahrzeuge mittlerweile fast 35 Prozent des Gesamtmarktes aus.
Dabei war die Skepsis anfangs durchaus berechtigt. Die ersten PHEV-Modelle taugten rein elektrisch höchstens für Kurzstrecken, bevor der Verbrenner anspringen musste. Mittlerweile hat sich die Technik jedoch rasant weiterentwickelt: Moderne Plug-in-Hybride schaffen im Alltag problemlos 80 bis 120 Kilometer – chinesische Pioniere knacken sogar die 200-Kilometer-Marke. Für viele Autofahrer fungieren sie daher als perfektes «Elektroauto Light» für den Alltag, kombiniert mit der unkomplizierten Reichweite eines Verbrenners für die Langstrecke.
Doch wo Licht ist, gibt es auch Schatten. Eine aktuelle Studie des deutschen Fraunhofer-Instituts zeigt, dass die vermeintlich sauberen Hybride in der Praxis bis zu 300 Prozent mehr Kraftstoff verbrauchen als von den Herstellern auf dem Papier angegeben. Wer sein Fahrzeug nie an die Steckdose hängt und nur als Alibi-Übung nutzt, schleppt massig unnötiges Gewicht in Form von Batterie und Elektrotechnik mit sich herum – und treibt den Verbrauch sowie die Wartungskosten massiv in die Höhe.
Warum die Autobauer die Hybridtechnik trotz höherer Wartungskosten dennoch so stark pushen – und welche Rolle europäische Zollabgaben auf chinesische Stromer dabei spielen –, erfahrt ihr in der aktuellen Episode.
Fahrt ihr selbst ein Hybrid-Modell oder habt ihr den Umstieg auf einen reinen Stromer gewagt? Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Laden im Alltag gemacht? Wir freuen uns auf eure Inputs und den Austausch mit der Community. Abonniere uns auf allen gängigen Plattformen und schreib uns bei Fragen oder Kritik: [email protected]
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