Demokratie ist Demokratie und überall gleich - oder doch nicht ganz? Deutschland und die Schweiz

Episode von Eins aufs Leben! von Didi und Frank · 15. Oktober 2026 · 30 min

Am 27. September fand in der Schweiz eine Volksabstimmung zur Neutralität statt. Kurz danach trafen wir, Didi und Frank, uns mit unserem Freund Wolf-Dieter, der seit vielen Jahren in der Schweiz lebt. Gerne verweisen die Rechtspopulisten in Deutschland auf die Schweiz mit dem Hinweis, dass dort – (angeblich) anders als in Deutschland – der Wille des Volkes zähle und Volksabstimmungen auch in Deutschland verstärkt eingeführt werden sollten. So ergriffen wir die Gelegenheit beim Schopf und wollten mehr über die Schweizer Demokratie erfahren. Dabei machten wir interessante Entdeckungen. Denn die Demokratie in der Schweiz lebt vom Willen zum Finden guter Lösungen für alle oder doch für möglichst viele, und sie lebt von der Fähigkeit zu Kompromissen. Eigentlich das Gegenteil dessen, was die Rechten, ob populistisch oder extrem, für sich in Anspruch nehmen (keine Kompromisse, unser Programm ohne Abstriche!). Wir entdeckten, dass unsere beiden Länder, obwohl benachbart, doch sehr unterschiedliche Traditionen und geschichtliche Hintergründe haben. Daher sind die Systeme nicht einfach übertragbar. Eines jedoch bleibt gleich: Nur diejenigen sollten regieren, die Probleme wirklich lösen wollen zum Wohl des ganzen Landes und dabei die Fähigkeit haben, auf andere, auch Andersdenkende, zuzugehen, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Wer „diejenigen“ in Deutschland sind, muss jeder, muss jede selbst mit kritischem Verstand prüfen. Solche, die sich ständig immer nur profilieren auf Kosten anderer, um an die Macht zu kommen, damit sie die Gesellschaft noch mehr spalten und weiter Misstrauen säen können, sind es jedenfalls nicht.

(Anmerkung: Im Gespräch ist einmal von der „NZZ“ die Rede – das steht für „Neue Zürcher Zeitung“)

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