BONUSFOLGE: Vergleiche N26 und Revolut Bankkonten: Wo ist der Kauf von Bitcoin einfacher?

Episode von Einfach Bitcoin Podcast von Martin Benes · 17. September 2026 · 15 min

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Stell dir vor, du möchtest zum ersten Mal Bitcoin kaufen. Du hast dich vielleicht schon ein wenig mit Kryptowährungen beschäftigt, möchtest aber nicht gleich ein Konto bei einer klassischen Kryptobörse eröffnen, Geld überweisen, eine zusätzliche App installieren und dich mit komplizierten Handelsoberflächen auseinandersetzen. Stattdessen möchtest du einfach dein Smartphone nehmen, einen Betrag in Euro eingeben und Bitcoin kaufen. Genau an diesem Punkt werden moderne Banking-Apps wie N26 und Revolut interessant.

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N26 Anmeldung

Revolut Anmeldung

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Beide Anbieter verbinden klassische Bankfunktionen mit Kryptoangeboten. Dadurch verschwimmt zunehmend die Grenze zwischen „Bankkonto“ und „Krypto-App“. Geld liegt auf dem Girokonto, Bitcoin lässt sich innerhalb derselben App kaufen und das eigene Vermögen kann an einer zentralen Stelle überwacht werden. Für Einsteiger klingt das zunächst nahezu identisch. Bei genauerem Hinsehen unterscheiden sich N26 und Revolut jedoch deutlich darin, wie der Bitcoin-Kauf funktioniert, welche Gebühren anfallen, wie die gekauften Coins verwahrt werden und was mit Bitcoin außerhalb der jeweiligen App möglich ist.

Gerade für jemanden, der Bitcoin nicht täglich handeln, sondern möglichst unkompliziert kaufen möchte, sind diese Unterschiede entscheidend. Denn die Frage lautet nicht nur: „Kann ich bei N26 oder Revolut Bitcoin kaufen?“ Die interessantere Frage ist: Wie einfach ist der gesamte Weg vom Euro auf dem Bankkonto bis zum Bitcoin – und was passiert danach?

Dieser Vergleich betrachtet deshalb nicht nur die beiden Bankkonten, sondern legt den Schwerpunkt bewusst auf den Bitcoin-Kauf. Die Angaben beziehen sich insbesondere auf das Angebot in Österreich und auf den aktuellen Stand im September 2026. Da sich Gebühren, Funktionen und regulatorische Rahmenbedingungen verändern können, sollten die jeweils vor dem Kauf in der App angezeigten Konditionen maßgeblich sein.

N26 und Revolut: Zwei Bankkonten mit unterschiedlichen Krypto-Ansätzen

Auf den ersten Blick verfolgen N26 und Revolut eine ähnliche Idee: Banking soll vollständig über das Smartphone funktionieren und möglichst viele Finanzfunktionen an einem Ort bündeln. Beide Anbieter ermöglichen klassische Kontofunktionen, Kartenzahlungen, Überweisungen und weitere Finanzdienstleistungen. Für den Bitcoin-Kauf gehen sie allerdings unterschiedliche Wege.

Bei N26 ist Krypto direkt in die Banking-App integriert. In Österreich wird N26 Krypto durch Bitpanda GmbH angeboten, die laut N26 bei der österreichischen Finanzmarktaufsicht als Dienstleister für digitale Vermögenswerte registriert ist. Nutzer müssen für den Einstieg in N26 Krypto keine separate App herunterladen und kein zusätzliches Kryptokonto eröffnen. Die Funktion befindet sich innerhalb der bestehenden N26-App.

Das verändert die Einstiegshürde erheblich. Wer bereits N26 verwendet und die Krypto-Funktion freigeschaltet hat, muss nicht erst Geld zu einer externen Kryptobörse transferieren. Stattdessen kann Bitcoin aus der Banking-Umgebung heraus gekauft werden. N26 beschreibt den Ablauf entsprechend einfach: Im Bereich Finanzen beziehungsweise Investments wird Krypto ausgewählt, anschließend sucht man den gewünschten Coin, gibt den Betrag ein und bestätigt den Kauf. Bitcoin kann bei N26 bereits ab einem Betrag von 1 Euro gehandelt werden.

Auch Revolut verfolgt einen ähnlichen Grundgedanken, geht beim Kryptoangebot aber stärker in Richtung einer umfassenden Finanzplattform. Bitcoin ist direkt über den Krypto-Bereich der App handelbar. Der grundlegende Ablauf besteht ebenfalls darin, Krypto auszuwählen, Bitcoin zu wählen, den Kaufbetrag einzugeben, die Order zu überprüfen und anschließend zu bestätigen. Revolut unterstützt darüber hinaus zahlreiche weitere Kryptowährungen und bietet mit Revolut X eine zusätzliche Handelsplattform für Nutzer, die stärker in den Krypto-Handel einsteigen möchten.

Für einen Einsteiger ergibt sich daraus ein interessanter Unterschied. N26 wirkt beim Bitcoin-Kauf sehr stark wie ein Bankkonto, das um eine einfache Krypto-Funktion erweitert wurde. Revolut positioniert Krypto stärker als Bestandteil eines größeren Finanzökosystems. Das kann praktisch sein, wenn neben Bitcoin später weitere Funktionen interessant werden. Gleichzeitig bedeutet eine größere Funktionsvielfalt nicht automatisch, dass der erste Bitcoin-Kauf einfacher ist.

Für die reine Einstiegshürde zählt vor allem, wie viele Schritte zwischen dem vorhandenen Euro-Guthaben und dem gekauften Bitcoin liegen. Wer bereits Kunde ist, kann bei beiden Anbietern grundsätzlich innerhalb der App starten. Genau diese Nähe zwischen Bankkonto und Bitcoin macht beide Angebote für Menschen interessant, die sich bisher nicht mit klassischen Kryptobörsen auseinandersetzen wollten.

Bitcoin bei N26 kaufen: Der Weg vom Euro zum ersten Bitcoin

Bei N26 ist der Bitcoin-Kauf bewusst in das bestehende Banking-Erlebnis eingebettet. Statt zwischen einer Bank-App und einer Kryptobörse wechseln zu müssen, bleibt der Nutzer in derselben Anwendung. Nach dem Aufrufen des Krypto-Bereichs kann Bitcoin ausgewählt werden. Anschließend wird der gewünschte Euro-Betrag eingetragen und vor der endgültigen Bestätigung werden die relevanten Informationen zum Kauf angezeigt. N26 beschreibt ausdrücklich, dass der Nutzer vor der Ausführung den Wechselkurs und die anfallende Transaktionsgebühr sehen kann.

Das ist gerade für Einsteiger ein wichtiger Punkt. Bitcoin muss nicht als ganzer Coin gekauft werden. Wer beispielsweise 50 Euro investieren möchte, kauft nicht „einen Bitcoin“, sondern einen entsprechenden Bruchteil eines Bitcoins. Das ist bei Bitcoin vollkommen normal. Der Preis eines einzelnen Bitcoins kann sehr hoch sein, aber die technische Einheit lässt sich in viele kleinere Einheiten aufteilen. Dadurch kann bereits ein kleiner Euro-Betrag verwendet werden.

N26 nennt für Bitcoin derzeit eine Standardgebühr von 1,5 Prozent. Für andere Kryptowährungen beträgt die reguläre Gebühr 2,5 Prozent, während bei bestimmten Kryptowährungen mit geringer Liquidität 3,5 Prozent vorgesehen sind. N26 Metal reduziert die Bitcoin-Gebühr auf 1 Prozent und die Gebühr für andere Kryptowährungen auf 2 Prozent, wobei der vergünstigte Metal-Tarif für Krypto nur bis zu einem bestimmten monatlichen Handelsvolumen gilt. N26 weist außerdem darauf hin, dass die in der App angezeigten Preise und Gebühren einschließlich eines möglichen Spreads von Bitpanda bereitgestellt werden.

Ein einfaches Beispiel macht die Größenordnung verständlicher. Wer Bitcoin im Wert von 100 Euro kauft und dabei eine Gebühr von 1,5 Prozent bezahlt, hat bei einer reinen Betrachtung der Transaktionsgebühr 1,50 Euro an Gebühren. Entscheidend ist allerdings nicht nur die Prozentzahl. Beim tatsächlichen Kauf sollte immer der in der App angezeigte Endbetrag beziehungsweise die Orderübersicht betrachtet werden, denn Wechselkurs und möglicher Spread beeinflussen ebenfalls, wie viel Bitcoin man für den eingesetzten Euro-Betrag erhält.

Besonders interessant ist die Möglichkeit von Krypto-Sparplänen. N26 ermöglicht regelmäßige Investitionen in Krypto-Assets und nennt als Intervalle wöchentlich, alle zwei Wochen, monatlich oder alle drei Monate. Die regulären prozentualen Handelsgebühren gelten dabei weiterhin.

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