Kindheit im Zweiten Weltkrieg: Das Zeitzeugnis von Karl Mattar aus Holweide
Episode von Eine Geschichte der Stadt Köln von Willem Fromm · 14. September 2026 · 1 h 41 min
Wie sah der Alltag eines Kindes im vom Krieg gezeichneten Köln aus? In dieser ungekürzten Schnipselfolge sprach ich mit dem 95-jährigen Karl Mattar, der als Bäckersohn in Köln-Holweide den Zweiten Weltkrieg miterlebte.
Ohne redaktionelle Schnitte berichtet Karl Mattar von einer Jugend im ständigen Ausnahmezustand: von der allgegenwärtigen Angst der Familie, dem Überlebenskampf auf trümmerübersäten Straßen und dem tragischen Moment des Einsturzes der ersten Mülheimer Brücke im Oktober 1944. Er schildert unter anderem, wie er unter Lebensgefahr das Allerheiligste aus der schwer beschädigten Pfarrkirche in Holweide rettete und wie er mit nur 14 Jahren im Sauerland zu Kriegsende als Dolmetscher für die US-Armee eingesetzt wurde.
Ein herzliches Danke geht raus an das NS-Dokumentationszentrum Köln für die zeitgenössischen Bilder aus ihrem Archiv!
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